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ih rauch noch mehr Freunde Haber, können sie ebenfalls mit-kommen: denn der morgende Tag solle der Freude gewidmetseyn. Also schiene alles gut zu seyn, und es wurde in LKaàlens An-wesenheit völlige Abrede wegen unserer Vermählung genommen. DesAbends speiseten wir wieder miteinander, und ich schiede hernach mitguten Vergnügen von dannen, kunnre mir auch nicht einbilden, daß nocheine Tücke dahinter stecken solle.
Den andern Tag erfolgte die Vermählung samt dem Hochzeits-Schmauß wircklich, und ich, samt meiner clarions , hielten uns nun-mehro vor diejenigen, so mit väterlichen Lcmlong in den Liebes-Hafen ein-gelauffen wären. Als ein paar Tage vorbey , machten wir alle An-stalten zu unserer Abreise nach Franckreich, und mein böser Schwieger-Vater concinMrte sich leutselig zu erweisen, wodurch er uns dergestaltsicher machte, daß wir uns bewegen liessen, mit ihm auf ein, nicht garanderthalb Stund von Londen gelegenes , und ihm zugehöriges Schloßzu fahren, damit er sich, wie er vorgab, mit uns zu guter letzt noch, ein-mal , ergötzen könnte. Unter Weges führten wir allerhand freundlicheGespräche. Als wir aber guf dem Schlosse, wohin wir gedachten, an-gelanget waren, ließ uns Derby in einem Zimmer alleine beysammen,mit Ersuchen, uns die Zeit nicht lange werden zulassen, und wölke er sichbald wieder bey uns cinfinden. Weil nun derselbe bey nahe zwey Stun-den aussenbliebe ,sprach meine (lksrtorre : was muß doch den HerrnVater so lange aufhalten? wolte auch aus dem Zimmergehen ihnzu suchen. Allein der Ausgang wurde ihr, durch eine aus 8. Mann be-stehende Wache, die man in aller Stille vor unser Zimmer geleget, ver-wehret. Hilff GGrt ! schrie sie mit dem grösten Entsetzen, was sol-le dieses bedeuten? Ich eilete hinzu, und fragte, wer befohlen, daßwkDersperret seyn sollen? bekam aber zur Antwort, man hätte mir da-von keine Rechenschafft zu geben,und ich möchte nur sowohl als die Gräfinzurücke bleiben,weil sonst jehr übel mit mir umgegangen werden würde.Wir macheten demnach die Thüre zu/und verriegc lten solche inwendig,ckgriorre fiel mir mit vielenSchlucksen und ängstlichen Geberden um denHals, küssete mich und sprach: Ach! Meine eittyige Seele? wo-hin verleitet doch meinen grausamen Vaeer seine Rachgierrg-keit? V! daß wir beyde doch diesen Augenblick selig sterbenholten! ehe ich erfahren müste , daß man uns etwa mir Ge-walt von einander reifHt, und ihr dieses mörderischen Tyran-nen Schlacht,Opsser werden möchtet. Mir meines Orts brach
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