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Zimmer , verstattete. Solche solle zur Mitternacht - Stunve abgelegetwerden. Nun kan wohl kein Jahr einem auf dem Sieg - Bette liegen-den Krancken so lange werden, als mir an diesem Tage die Zeit gewor-den , biß die Sonne untergieng. Endlich überschattete die denen Buh-lern so angenehme Finsterniß das grosse Londen, und als dieMittemacht-Stunde vollends herbey kam, verfügte ich mich nachdes Grafens von De.by Wohnung, allwo ich von einer verrkrauten Cam-mer-Jungfer eingelassen ward. Ich beredete meine geliebteste cbariorre,daß sie versprach, mir, auch wider ihres Warers Willen, nachFranck-reich zu folgen, und wollen wir uns hernach um seine Versöhnung bewer-ben. Weil ich nun an allen Umständen merckte, daß mich ^Karlorce voll-kommen liebele, setzete ich dermaßen in dieselbe, daß sie mir, gleich einerBraut in der Hochzeits-Nacht ihren Bräutigam, alles accoi-àte, wasich, nach dem Trieb der Liebe, von ihr verlangte. Hierübergerieche ichvor Entzückung gantz ausser mir selbst; und nachdem wir einander so vielangenehmes gesaget hatten, daß wir nicht mehr reden kunnten, verwalte-ten zuletzt die Küsse samt denen Seuffzern, das Amt eines Redners.
Währender solcher süssen Beschäfftigung brach die Morgenröthe an,und wir zwey, biß in den Todt verliebte müßen uns scheiden. Die Fräu-lein Lbàtte, oder vielmehr meine nunmehrige Gemahlin, war bey demAufgang der Sonnen gantz betäubt, und sonne erst nach, worzu sie sichhatte verleiten lassen, schliess etliche Stunden über alle Massen unruhig,und stunde zuletzt gantz schwehrmüthig auf. Da wir aber des Nachmit-tags wieder zusammen kamen, redete ich ihr alle sorgsame Gedancken aus,und ermahnete sie nur, beständig zu seyn. Wiewohl diese Ermahnungwar nicht mehr nöthig. Denn ich hatte sie mit einer Kette gebunden,welche machet, daß das Frauenzimmer nicht so leichte auf die Gedan-cken fället sich von einem loß zu reißen, l. e. sie befand sich schwanger vsnmir ; welches aber ihr und mir noch zur Zeit unbekannt gewesen.
Als ckarlotte anfieng zu mercken, wie es mit ihr stunde, meldete sichder Graf von LambriclAs bey dem von Derby an, und verlangte seine Toch-ter zur Gemahlin. Sein Geschlecht war eines derer vornehmsten in gantzEngeland,er besaßganh sonderbare (Zu-iitäten,stunde auch bereits alsObri-sterinKäniglichenDiensten.Derohalben trug derGrafvon Derby gar keinBedencken,in dessen Begehren zu willigen, sondern versprach ihm seineLKsàts . noch ehe er sie darum befraget hatte. Hernach überbrachte erihr die Zeitung, was Massen er sie dem Grafen von CsmbriciZe zur Brautversprochen, worüber ckàw, vor Schrecken / des Todtes hätwftyn
mögen.