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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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mel entzücket/ und erböte mich in meinem Hertzen dem Glücke alles zu ver-zechen , was mir dasselbe zuwider gethan , wie auch der Liebe, woferne sienur keinen neuen Sturm erregte/sondern machte/daß mir mein geliebterLsi-l-y annoch zu Theil würde. Ich antwortete demnach recht verpflich-tet Zog daraus, wie die Bienen aus denen Blumen, die grosse

Süßigkeit, fttzete sich auch sonder Anstand auf seine Kutsche, und kam zumirhinaus auf das Land-Guth gefahren, das ich zu meinem Aufenthalterwehlet hatte. Gleichwie ich nun seine Ankunfft vermuthete : also fander mich so köstlich und liebrcitzend angekleidet, als in ein paar Jahren zu-vor nicht geschehen. Es schiene recht/ob hätte ich ein neues Leben bekom-men , und die Augen warffen lauter feurige Blicke von sich. Meine schnee-weisenBrüfte erhuben sich mit Sehnsucht-vollen Seuffzerm und bemerck-ten dadurch / daß unter diesen Licbes-Bergen ein Hertz voller Verlangenund Glurh verborgen sey. Der Mund und die Wangen blüheten von eitelLiebes-Rosen, und Meten ihren aufs neue hervorbrechenden Frühlingvor. Kurtz zu sagen : Jugend/ Schönheit / Flammen / Geist und Leben,zeigten sich bey mir in ihrer höchsten Vollkommenheit, und ebensogut,alswie sie sich fünffoder sechs Jahre zuvor gezeigethatten.

Als mich der Herhogerblickete, wurde er gleichsam in emenStemverwandelt, und sprach,ich dörffte nicht halb so schön seyn,so würde ich seinHertze besiegen. Darauf antwortete ich, und gab zu erkennen, welcher-massen es mrr lieb wäre, daferne er elwas an mir fände , das,zur Erobe-rung seines Hertzens, hinlänglich seyn könnte. Nachdem noch ein undandere verpflichtete Worte gewechselt ìvaren, schenckte er mir einen kost-baren Ring zum Zeichen unserer Verbindung. Weil auch der Hertzogbiß den andern Tag bey mir verbliebe, ließ ich meinen Vateraus Pariszu mir ruffen, und hinterbrachte ihm,was sich zugetragen; der dann sein-Vergnügen darüber, mit allerhand süssen Worten , an den Tag zu legenwüste.

Manssonae nunmehro aufnichts, als auf ein glückliches Beylager,das sehr prächtig vollzogen worden. Ich genösse in denen Armen meinesgelobtesten Printzcn, und er in denen Meinigen, solche Annehmlich-undSüßigkeiten, die keine Zunge ausfprechen auch keine Feder beschreibenmag, und das Vergnügen dauerte etliche Monate. Hingegen nach de-ren Verfliessung, erwies mir das Glücke abermals seme Tücke. Dennder König, l-uäovicu8 Xll. reloivirte einen neuen Krieg in Italien zuführen, und ernannte meinen geliedteften Hertzog zum 6ene>-gli6îmo überà àee, die wider die Mäyländer agiren solle. Über diese Ehre ein-

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