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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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Der Hertzog von Kerry hatte sich über die Hinrichtung seiner Ge-mahlin , insonderheit aber weil, der gesuchten Vertuschung ungeachtet,alles ruchbar worden, wie es sich zugetragen, ebenfalls dergestalt betrü-bet, daß ersieh, nichtwenigerals ich, eine starcke Kranckheit zugezogen.Nach unserer Wiedergenesung kamen wir vielmals zusammen. Dievmvrttibte Königin hingegen begienq die Malice. daß sie ihm den vertrau-ten Umgang , so ich mit ihrem Bräutigam, dem König, gepflogen, er-zchlete, und dadurch verursachete, SaßLerr? einen grossen Unmuthwidermich fastete, auch daher Anlaß nahm stachlichte OiLm- gegen mich zuführen, durch welches Beginnen der Königin dann, ich mich gleichsamzu Schanden gemachet sahe. Indessen nun, da mein Hertze mit lau-ter Jammer angefüllet gewesen, wurde das Königliche Bcylager voll-zogen. Wiewohl es scheinet, als ob mich der Himmel selbstan du6o-vico Xii. gerächet, indem er verhänget, daß keine Kinder aus Dieser Eheerfolget, sondern die Crone auf kranciLum l.geksmmen.

Weil ich vermerckete ,daß derHertzog von Ncrry. durch die Erzeh-lung der verwittibten Königin, fast einen Ecke! vor mir bekommen, zogich mir es so zu Herhen, daß ich abermals bettlägerig wurde. Dan-nenhero fastete), die keLlucion mich zu besuchen. Je näher aberDerselbe meinem Bette kam, desto mehr Mitleiden schiene er zu empfin-den ; und lctzlich wachere die Liebe , in seinem Herhen,wieder völlig auf.Denn der Hertzog stellete sich in wahrenden Gesprachevvr, wekchermasssen ich das, was er an mirbkmirte, gethan, weil mich ein grosser Printz,der nächste nach dem König, und der nunmehrs den Thron selbst besässe,snagmret, auch sich theuer verwesten hätte mich zu eheligen; wobey derHertzog erwog, daß fthwehrlich eine Festung, unter dem weiblichen Ge-schlechte, mag gefunden .werden, Liec^ einen solchen Anfall auszu-halten , ohne sich zu ergeben. Hiemechst cvrMsrirte er, was von ihmfelbstvorSchwachheiten und Grausamkeiten begangen worden: worzunoch dieses kam, daß er mich doch nicht mehr als pucelle oder Jungfer,sondern ohne diß als Wittwe heyrathen müsse. Alle diese Betrachtun-gen machten ,daß die Liebeaufs neue denMeisterfpiekre,mdderHertzogfchwahete mir ungemein viel Liebkosungen vor, woraus ich me hr Krasseempfand, als wann alle V-äres und Apsthecker, mit ihren kecken,Artzneyen und Clystir-Spritzcn, bey mir gewesen wären.

Gleich nach dieser vlucs schrieb derHertzog an mich, und ààn-temir seine neue Liebe, wie auch, daß er gesonnen sey seine Flammen mit de-nen MemiZen ehelich zu vereinigen. Hierüber war ich biß in den Him-mel