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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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pfand ich keine Freude/sondern eine grosse Hertzcns-Betrübniß, wan-nenhero ich mein äusserstes that, den Hertzog zu bereden sie nicht anzu-nehmen. Wiewohl die àbinon niumpbirte vor diesesmal bey ihmüber die Liebe, und machte, daß er sie scceprirte, folglich aber aus meinemsanffren Bette, wo lauter Lust, Vergnügen und Annehmlichkeiten blü-heten, aufs neue in das Feld zog. Ich weinete lange vor dem Aufbruch,und als dieser erfolgte woltelch gar verzweiffeln. Den Hertzog hielt ich,länger als eine Stunde, in meinen Armen gefesselt, woraus er sich an-ders nicht, als mit grosser Mühe loßwickeln kunnte. Seine letzten zu mirgesprochenen Worte bestunden in einem Versprechen, daß er ehestens alsSieger wiederkommen, und mir sodann keine geringe Freude machen wol-le; allein es gefiel dem Himmel nicht, das ki-u darzu zu geben.

Bald nach der Ankunffc derer Königlichen l'roupen in Italien,brei-tete die käms in der Welt aus, welchermassen sich etlicheTreffen ereignet,worinnen mein geliebtcster Hertzog sehr glücklich gewesen wäre, und gros-sen Ruhm erlanget hätte. Jedoch lehlich, da er unweit ksvia. bey 7H-no, wonach der Zeit I^nci5cu81.gefangen worden, denenMäyländerneine Schlacht lieferte, ward er durch das grobe Geschütz so hark getrof-fen , daß er wenig Stunden hernach seinen Geist aufgab. Als nun dieZeitung davon zu meinen Ohren getangete, wares nicht anders, alswann Himmel und Erden auf mich siel, und ich betrübeke mich darüberdermassen, daß ganhe Tränen - Bäche von mir schössen» Ich raufferemir viele tausend meiner schönen Haare aus demKopff, verfiel auch end-lich gar in einen Wahnwitz, durchweichen Zustand alle, die mich besuche,ten', zu einem hertzlichen Mitleyden bewogen wurden. Denn ich uma»rnete alles, statt meines geliebtesten Lerry, schrie und sprach: Achhery,liebster Schay! Seyd mir doch tausendmal willkommen! Be-sonne ich mich aber ein wenig, sahe ich das, was ich umarmet hatte, mitstarren Augen an, stieß es sehr emsthafft von mir, und bewemete meinenUnfall mit grossen Thränen, Fluthcn.

Der Leichnam meines geliebtestenHertzogs langte, wohl bMmirt,in Franckceich an. Ich befand mich damals ein wenig besser, und trugdaher ein sehnlichstes Verlangen ihn zu sehen; welche Bitte man mir ge-wahrere. Mein todter Hertzog war über alle Massen unscheinbar gewor-den. Gleichwohl mochte mich nichts abhalten, daß ich mich nicht auf ihnwarff, seinen kalten und übelriechenden Mund viel hundert malküssett,auch sein Angesicht mit meinen Thränen überschwemmete. Ich kunnteanders nicht, als mit grosser Gewalt wieder von ihm gerissen werden;