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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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verschiedene Viíìren. Gleichwie er aber schon vcrheyrachet war: alsostunde es mir nicht an die klàeils eines Königs zu werden, der an Ge-stalt über alle Massen schlecht, ja recht moàueux ausgesehen. Sei-ne Majestät und Hoheit hingegen blendete mich gar nicht, Andern ichhielt, eben darum, seine Liebe vielmehr vor einen Blitz, der meine Ehreverbrennere, als vor einen Sonnen » Schein, der meinen Glanh ver-mehren könnte, weshalb ich dann demselben höflich abwiese. Jedochdörffte ich, von dem Monarchen, vielleicht noch hefftige Ltttquen aus-zustehen gehabt haben, woferne nicht die aus Italien eingelauffenenschlechten Zeitungen, und daß in dem Königreich Xe3pä ein Ort undStücke nach dem andern verlohren gieng, gewachst hätten, daß er seineGedancken anderwärtshin, und auf die Statts-a KHi-en wenden müs-sen. Nach diesem veràEîrte sich der Printz Ludwig von Oàn5.nächster Erbe zum Königlichen Frantzösischeu Thron in mich, der mir seinganhes Hertze ollcritte, auch sich heimlich mit mir verlobete; wodurch ermich dahin brachte, daß ich ihm Zccoràte , was ich sonst der ganhcnWelt abgeschlagen hätte, i. e. mit ihm lebete, wie ein eheliches Paarzu leben pfleget. Kurtz hernach starb der König- Der mit mir versproche-ne Herhog von Oi-Ie^ns succsäiite ihm, und ist als l.uàicus XU. derWeltbekannt worden. Ich bildete mir demnach ein,,ehestens mit einerKöniglichen Crone zu prangen; allein die Hoffnung täuschete mich , undzeigte mir einen betrieglichen Spiegel. Denn der neue König ließ sich,Lurch seine Räthe, und die Grossen des Königreichs bereden, diever-wittibte Königin zu heyrathen, worüber ich hatte verzweiffeln mögen,verflucheie auch die Stunden, da ich ihm meinen schönen Leib zur Sät-tigung seiner Wollust dargeliehen, und also meine Keuschheit verletzethatte. Jn-meinen Händen befanden sich Briefe, so mit denen theurcstenVersicherungen einer ungefälschten Treue angefüllet gewesen, welche ichder verwittibten Königin, als seiner Braut wiese, in der Absicht ihr da-durch einen Eckel wider ihren Bräutigam zu mssinren, und zu machen,daß sie sich «xcullrte ihn zu heyrathen. Jedoch ich kam gar übel an,und erhielt zum Bescheid, es hätte mir nicht angestanden mich mit demKönig, obschon als Hertzogen von Orions, soweit einzulassen. Hier-über àgàlite ich mich dermalsten hefftig, daß ich in eine Kranckheitverfiel, und es schiene mir nichts süsser oder angenehmer als der Todt.Wiewohl dieser Gast kömmetgar nicht nach dem Wunsch derer Men-schen, sondern ist gewöhnet, sie zuüderrumpeln, wann sie sich seiner amallerwenigsten versehen. ^

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