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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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derer Todten; und ich meines Orts ließ etliche Wochen lang meine'Au-gen , der entsetzlichen Begebenheit wegen, nicht sehr trueken werden. Jetzsaber,werthesterGraf! muß ich wicderumvon demHerhog von ösrr^reden.

Solcher hatte sich in eine wunderschöne Tochter eines LZrons ver-liebet; die aber an ihn verheyrarhet seyn, und folglich seinen Liebes-e^s-xobnonen kein Gehör geben wolte, so lange als seine Gemahlin annochlebete.. Hierauf ließ sich der Herhsg, von dem Vater seiner Neu-gelieb-ten - bereden, die Grausamkeit an seiner Gemahlin zu begehen, und sie. un-term Vsrwand wegen der begangenen Untreue, aus der Welt zu schafffen.Dieses chat er ihr zu wissen, mit Begehren , sie solte selbst eine Art desTodes errvchlen. Hierüber entsetzete sich die Fürstin gar nicht; angesehenikr die Gefangenschafft, und daß sie von ihrem Gemahl sowohl als vr n ei-nem mit ihm erzeugten dreyjahkigen Sshnlein, entfernet leben muste, un-erträglich fiel. Die Art des Todtes hingegen, wolte sie sich durchausnicht selbst erwehlen. Man setzete sie demnach in eine Wanne voll warmWasser, schlug ihr etliche Adern, und ließ sie zu todte bluten. IndemO nun die Fürstin den Geist aufgab, fühlete Lsrry, der sich etliche Stunden

/ davon, auf einem andern Schlosse befand, eine gantz entsetzliche Seelen-

^ Angst. Derohalben sendete ex einen (touri-i- ab, und widerruffte die,

wegen der Hinrichtung seiner Gemahlin, gestellte Orà. Allein der Va-ter seiner NemGeliebten, dem die LommNüon desfalls aufgetragen ge-wesen , hatte dermaßen ,durch den (Liru^um, mit Oeffnung derer Aderneilen lassen, daß ihn der coàr bereits auf dem Rückweg antraff. Ler-ry geberdete sich deswegen gantz gra rsam, und ließ weder den àon, nochseine Tochter, die ihm die letzte Gunst .icMcl-tt gehabt, sobald ihr Vaterabgereiset die Fürstin hinzurichten, weiter mehr vor seine Augen kommen ;worüber sich die schöne Fräulein dermaßen betrübet, daß sie Gisst zu sichgenommen, und also der Hingerichteten Gemahlin des Hertzogs vou Lerry,von der man vcrgab, sie seye eines natürlichen, wiewohl jahlingrn Todtesgestorben, sehr frühzeitig nachgesaget.

Ich meines Orts war feste entschlossen nicht wieder zu heyrathen,noch weiter etwas mehr von der Liebe zu hören. Nichts destowemgerwände ich meine Gcdancken aufs neue auf de» Hcrhog von ày, alsdie Zeitung zu Paris erschölle, seine Gemahlin seye plötzlich gestorben,vermeinende, es gienge wohl noch an, daß wir beyde zusammen in dasBraut-Bette kommen könnten. Mittlerweile, da ich mich mit diesenGcdancken schlug, versichere sich der König ftlbst in mich, und gab mir

ver-