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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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îanntschafft mit der Hertzogin zunahm und wuchs. Endlich, da er fieemstmalsgantz alleme, bey ablegenden Besuch antraff, àlzrirte er ihrdie Brunnst seines Hertzens. Er reullirte zwar nicht gleich ; hatte jedochschon halb gewonnen, weil die Hertzogin dergleichen Osclsrstion nichtübel aufnahm. Solches wüste der schlaue 6àn wohl , darum reloi vir-tc er nicht nachzulassen, biß er seinen Zweck würde erreichet haben. Eheer aber noch darzu gelangte, merckten die Frantzösischen O-imes schon,daß er die Herhogin von kei-ry vor andern bediente, und diese keine ge-ringe in'-unrà zu dem Nuncio tragen müste; weshalb dann allerhandspitzige Urtheile gefallet wurden. Das beste Mittel dünckte dem Nun-cio zu seyn, Eyfersucht bey der Hertzogin gegen ihren Gemahl zu erregen,fie aber alsdann aufzumuntern, Rache auszuüben, und gleiches mitgleichem zu vergelten. Er verschrieb derohalben eine schöne schwach-augigte und verschlagene Dirne aus Italien, von Florentz, eines Mah-lers Tochter, und recommenllirte sie zur Hertzogin als eine Cammer-Jungfer, in der Hoffnung kerry würde an dieselbe gerathen. Er rich-tete sie in allen Stücken ab, und gab ihr lnüruKicm wie sie sich verhal-tensolte, den Hertzog zu gewinnen, und in sich verliebt zu machen. Sol-ches alles glückete ihm nach Hechens-Wunsch, zumal da die Dirne et-was recht Liebreizendes und hohes in ihrem Angesichts gehabt. Denndaher nahm der Nuàs Anlaß, dem Hertzog immer viel von dieserSchönheit vorzuschwatzen, und sprächet glaube sie müste von hoher An-kunfft seyn, sich aber aus wichtigen Ursachen nicht zuerkennen geben wol-len, wodurch des Herhogs Neigung zu ihr nicht wenig aufgefeuret wur,de. Was das Gesicht nicht that, richtete ihre Stimme vollends aus,indem sie so lieblich sunge, als wann sie es bey denen Engein gelernet hätte.

In Summa, es war in kurher Zeit der Hertzog von llerry in diese8irene sterblich verliebet, und gerieth mit ihr in den vertraulichsten Um-gang von der Welt. Er schrieb ihr auch Liebes-Briefe zu, und benann-te Ort, Zeit und Stunde, wann sie die verbotenen Liebes-Früchte mit-einander gemessen molten. Von solchemallem gabdieAi-ens dem^on-Hofleißig Nachricht,und steüete ihm sogar ein und ander Liebes-Mierzu; welches dann derselbe der Hertzogin zeigte, und sprach, warum siesich verbunden erachtete, einem so ungetreuen Gemahl Farbe zuhalten?Hiernechst ermahnete er sie zur Rache, und cârîrte ihr nochmals seineLiebe; wodurch er endlich die Fürstin dahin brachte, daß sie sich besie-gen, undju seinem geilen Umarmungen bewegen ließ. Verr^ seines Orts

schen.