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machen. Hierzu erachtete der Matggras nicht unrathsam zu seyn / wanner ihr des Hertzogs ehemaliges gutes Vernehmen mit mir emdeckete, undsich zu einem AuffeheroKsntte, der Acht haben und ihr hinterbringen wöl-ke, was aufs neue päen würde? und er inlìnnîrie sich dadurch ziem-kich bey der Herhogin. Kurtz nach dem Einzug zu Paris besuchete michder Hertzog von Lerr^auf meinem Land-Guth, das ich mir zu meinemAufenthalt erwehlet hatte, und es wurden zwischen uns allerhand zärtli-che Oitcuris geführet. Der Marggraf von befand sich bey ihm,hörete mit an, was wir redeten, ließ uns auch eine viertel Stunde gantzalleine, verrieth aber hernach alles der Prinheßin àxsnà > wodurcher keinen geringen Zwist unter diesen beyden Eheleutcn verursachete.Mir hingegen trug der Bößwicht ebenfalls zu Ohren, was die Prinhesisin ^Isxsnära, wegen der von ihrem Gemahl mir gegebenen VitttL vorWorte ausgestossen, worüber ich mich heffrig erzürnete, auch beschlössekeinen Besuch von dem Hertzog mehr anzunehmen. Weil ich nun da-vor hielte Unirry meinete es recht aufrichtig, vermehrte sich meine Lie-be zu ihm wiederum. Des geschöpffren Verdrusses gegen die Gemah-lin des Hertzvgs von Lerry ungeachtet, wünschte ich sie näher zu sehen,und sie hegete ein gleiches Verlangen. Mermassen dann dieselbe gehö-ret, daß ich vielmals bey der Frau von l-uynes einzusprechen pflegte, sokam sie einstmals dahin, als sie wüste, daß ich gegenwärtig war. Wirmachten Anfangs einander gar höfliche complimente , Miethen aber,nach und nach,mit spitzigen Worten hart aneinander, insonderheit, da siemirvorwurff, als suchete ichihren Gemahl anmich zuziehen undihnzuverführen. Andere vornehme v^mes legten sich endlich darzwischen,und sehten uns auseinander. Wäre dieses nicht geschehen, dörffcen wirvielleicht einander bey denen Köpffcn genommen , und uns die Augenausgekratzet haben.
Nicht lange nach dieser Begebenheit arrivitte ein ItaliänischerPrintz von Lkieri, als Päbstlicher bilmcius, an dem Königl. Franzö-sischen Hofe. Dieser machte sich in allen vornehmen Häusern zu Paris,und folglich auch bey dem Hertzog von »erry bekannt. Die Schönheitder Herzoglichen Gemahlin leuchtete dem Nuncio dermassen starck in dieAugen, daß er sich vorsetzte sie zur Liebe gegen sich zu bewegen. Er sahesehr angenehm von Person, war dabey verschlagen, und ipahrete keineUnkosten seinen Zweck zu erreichen. Es wurden demnach von demsel-ben viele kettms und Gastereyen angestellet, vermittelst deren seine Be-kannt,