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Venraâour liebete mich äusserst, und kam fastm'cht von mir; worzu ihndas Recht eines Breäutigams Luctioäte. Jedoch eben daher geschahe,daß derselbe, bey genauerer Durchforschung meines Gemüths, ein heim-liches Anliegen bey mir verssühreke, und in seinem Herhen gleich errie-the, es müste mir der -Hertzog von keirv noch imKopffe stecken; wor-über er sich dann hcffcig zu cKzZnniren anfieng. Er änderte auch seine<^onv- rü,l> n, und richtete sie viel ernstlicher ein. Als ich dieses rnercke-te, bekam ich neuen Anlaß mich über alle Massen zu betrüben, und häuf-fige Thränen zu vergießen, indem ich besorgete Venmà» möchte meineEhre vor verletzt halten, daher ich mir das Grab statt des Braut-Bet-tes wünschete. Der Prinh trass mich ein paar mal mit nassen Augenan, undwarff mir den Hertzog von Le, r>- vor. Wir geriechendervhal-ben in einen sehr nachdrücklichen Wort-Wechsel, vetiöhneienuns aberbald darauf wieder mit einander, und ein jedes versprach, alles zu thun,was zu des andern Vergnügen gereichen könnte.
Der, zu dem Beylager bestimmte Tag nähere heran, und es wardsolches mit aller k§3Ani6ceri2 vollzogen. Ich sahe mich demnach denenhitzigen Anfällen des entzündeten Printzen zu einem Liebes,Raub ausge-setzet, und überliest ihm, in denen genauesten Umarmungen , alle Schä-tze, deren Besitzung die Liebhaber mit so vielen rausendSeuffzern wün-schen , und deren Haupt-Werck in einer süssen Vereinigung derer Seelenbestehen solle. Aber, je verzückter ihm das Vergnügen dünckete, das erzwischen meinen zarten Gliedern einerndte/je unruhiger wurde derselbe,wann er auf den Verdacht verfiel, ob auch wohl der Hertzog von tt-rry,oder der sàguís 6e (-oàs, ehe als er, aus denen Bachlein eines sol-chen Garthens, ihre lächzenden Seelen geträncket habenmöchten.Dennes ist keine schädlichere Seuche als die Eyfersucht. Wo ihr Gisst ein-mal dasHertze anstecket, so wird hernach das gantze Gemüthe also m6-ciret, daß fast kein Rath zu Ausrottung dieses Übels übrig , wann nichteine höhere Gewalt dasselbe tilget. Mich betreffende, so lag ich zwarwohl indenenArmen des Printzeuvon Vemàur, hatte aber gleichwohldasBildnißdesHertzogs von kerry stets vor denen Augen, und wünsche-te, daß er sich, an der Stelle memes.Bräutigams,bey mir befinden möchte.
Als der Hertzog von öerry das schon - erwehnte falsche Schreibenseines treulosen Freundes, des äs Qoräcz empfieng, verfluchteer meine vermeinte Untreue mehr als tausendmal, schrieb mir einen schnö-den Brief, und sendete seinen, ihm von der Marggräflichen Fräulein
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