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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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Ansehen haben möchte, alê ob ich ihm, demLerry nemlich, treu verblei-ben wolte. In der That aber wäre demPrmhen von Vem-àur Nachrichtdavon gegeben, under bestellet worden, daß er mir nachsitzen und michzurücke führen solte. Solches stye auch erfolget, und er», 6« Lorcles, hät-te darüber, aus Liebe zu seinem Freund, dem Hertzog von verr^ einetödtliche Wunde empfangen.

Ehe aber noch dieses mit lauter Lügen angefüllete Schreiben bey demHertzog von kerr? einlieff, schrieb solcher wiederum an mich, und gab denBrief seinem, der Marggräflichen Fräulein von 8àro ergebenen ksZen,zur Bestellung nach Paris ; allein der böse Bub schickste ihn nach Turin,an meine kiv<ilm. Diese gericth deswegen vor Wuth ausser sich selbst,und cKgAs-nitte sich dergestalt, daß sie in eine Kranckhcit verfiel, welchevermsachete, daß sie binnen wenig Tagen ihre schöne Gestalt embüssete.DerPrintz von Verein, dessen ich bereits erwehnet, besuchete sie, unddieselbe erzehlete ihm gantz offenhertzig, welchermasscn ihr der Herhogvon dei r^ versprochen, sie zu heyrathen, wechselte aber nichts destowent-ger Liebes,Briefe mit einer Oä zu Paris, und solches seye es, worübersie sich so sehr betrübet, daß sie in eine Kranckheit gefallen ; wobey die-selbe sehnlichst wünschete, daß sie Rache an drm Herhog von Lerry möch-te ausüben lassen können. Dem Prinhen von Verceiss hätte, als einem,der sich umdcr von Sàro /rsieâîon bewarb, sollen lieb seyn, zu hören,daß dcrHertzsg von Verry eine andere liebere, und dadurch der vonLaîuM àsgM vermsachere; und er fteuete sich auch in der That rechthcrtzlich darüber. Gleichwohl war Lusà dermassen mächtig, daß erihn verleitete die Thorheit zu begehen, und die Ausführung der, von derMarggräflichen Fräulein von 8àro so sehnlich gewünschten Rache selbstauf sich zu nehmen. Was aber dieses teuffelische Beginnen vor einenAusgang genommen, werdet ihr, werthester Graf! gar bald zu hörenhaben ; wann ich nur zuvor ein wenig von mir selbst geredet haben werde.

Nach meiner Wieder-Anlangung zu Paris, und erfolgten Versöh-nung mit meinem Vater, wurden alle Anstalten zu meinem Beylagermit dem Printzen von Ventât gemachet. Der Herhog von vsrryhingegen lag mir noch immer in dem Sinn. Ich zwang mich, wie esdie Vemunfft von mir erforderte, sein Bildmßniß aus meinem Gemü-the zu verbannen; allein er behauptete den Platz. Denn die Liebe lei-det keinen Zwang; und wo sie sich nicht aus stenerReiaung hinlencktt,dahin lässet sie sich schwerlich Lurch ein hartnäckichleö Gebot verweisen.

Vsk-