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Liebe vor genehm zuhalten, auch versichert zu seyn, daß er mich als eineGöttin Zeit seines Lebens verehren würde. Über dergleichen Worteentsetzete ich mich innerlich abermals so, daß ich eißkatt wurde, dmfftemich aber gleichwohl nicht im geringsten damit heraus lassen, weil ichmich in eines, »or Liebe rasenden, Räubers Gewalt befand, sondern mu-ste suchen, aller besorglichen Verwegenheit zuvor zu kommen, wannen-hero ich sprach, ich müste mir mein Verdängniß gefallen lassen, und er-suchete ihn nur,biß zu unsererVermählung,sich aller Gewalt zu enthalten,dargegen aber versichert zu seyn, daß ich alsdann alles herhlich gernesccoröiren würde, was er verlangen könnte. Allem der rasende kà-quis proponirte mir, gleich die bevorstehende Nacht seine Braut zu seyn,und daß ich als seine Gemahlin des Morgens frühe wieder von ihm auf-stehen solte.
Eine Braut und Gemahlin zu werden, ist ein Lied, das sonstüber alle Massen süß in denen Ohren des Frauenzimmers klinget. Mirhingegen war es vorietzo ein Schrecken und Entsetzen. Derohal-ben sendete ich heimlich heisse Seuffzer gen Himmel, ihn sehn-lichst bittende, daß er mir doch eilige Hülste senden möchte! In-dem ich nun noch î in solchem meinem stillen Gebet begriffen,Home ich das Geräusch unterschiedener ankommenden Reuther,die sich als ein Blitz umdieKurfthe herum sehen liessen. Einige von ihnenwarffen die Bedienten des ^--guis 6e 6or6s8 augenblicklich von denenPferden; ihm selbst aber ward zugeruffen, er solle sich aus dem Wa-gen packen, und von seinem räuberischen Unterfangen Rechenschaffc ge-ben. L)c Qoi-ö-s erblassete über diesen unverhofften Gruß. Ich hinge-gen, ob ich schon noch nicht wüste, wer zu meiner Hülste ankam, freue-te mich über meine Erlösung, und schrie, man sötte meine in höchster Ge-fahr stehende Ehre retten. Daraufhöme ich diese Worte: Ha! Schön-ste ànàlon ; So hat man euch noch darzu wider eurenXVillen entführet? Davor solle euer Räuber gany gewiß blu-tige Strafe leiden. An solcher Stimme erkannte ich, 'welchcrmas- 'sender Printz von Vencg6our gegenwärtig war, der auch den 6s6or-aex unverzüglich mit dem blossen Degen zum Kampff heraus forder-te , weil er eine dergleichen Frevelchat begangen hätte. Ve 601-608 schie-ne vor Tollheit und Wuth zu platzen, daß ihm ein Bissen, nach dem erso großen äpperir gehabt, aus dcm Munde gerissen werden solte. Es er-böte sich derselbe sein Recht auf mich, gegen den Printzen, mit dem De-
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