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anbrechenden Tag stunde derselbe auf, befahl zu satteln, und machetesich gantz reisefertig. Als er völlig angeleget gewesen, ließ er bey mir an-fragen, ob ich etwas nach Paris zu befehlen? Ich chat hinwiederum zuwissen, was massn ich zwar nichts zu befehlen wüste, wolte aber die Eh-rehaben, nochmals von dem Herrn ràqmz Abschied zu nehmen, undmich vor alle erwiesene Gefälligkeit bedancken. Zu dem Ende ließ ichmich geschwinde ankleiden, und gieng zu ihm in das Zimmer. Er offs-rine mir aufs neue seine Dienste zu fernerer Begleitung, welche ich kei-nesweges sce^n- ke. Darauf gaben wir einander grosse Versicherun-gen unserer Freundschafft; die doch alle falsch warm, indem eines dasandere nur suchtte sicher zu machen. Letzlich beurlaubte sich der àcpiîsvollends, setzte sich zu Pferde und ritte nach dem Thore zu, das nachParis führet.
Nunmehro glaubte ich einer grossen Sorge loß zu seyn. Allemder Marquis blieb nicht lange auf der Pariser Strasse, sondern schlug sichseitwärts zurücke, ritte nach einem kleinen Wäldiein zu, ailwo er wüste,das ich vorbey päen muste,und entdeckte den verfluchten Anschlag sei-nen Leuten, den er auf alle Weise zu rechtfertigen suchete, unter andernà damit, als ob ich demselben vorlängsi versprochen ihn zu ehelichen.Diese baten nur um Befehl, was sie thun, und wie sie sich verhalten sol-len? worauf der ràcMs nicht ermangelte,, die gantze Oissostnon we-gen meiner Entführung zu machen. Wäre ich gleich aufgebrochen,dörffte ihm sein verwegener Streich auch geglücket haben. Jedoch diemit mir seyende Cammer-Jungfer, die immer auf die Ankunfft des Prin-zen às Vemrâour Hoffete, perluète mich , daß ich vorhero frühstü-ckte , und noch länger als eine Stunde in der Herberge verzog. Weiles aber endlich aleichwohl aufgebrochen seyn muste, ließ die Cammer-Jungfer, beydem Wirtheine heimliche Nachricht an den PrintzenvonVerusàour zurücke, damit dieser wissen möchte, wohin wir unsern Weggenommen. Jnmittelst hätte der kà-juis äs 6oràs, vor Ungedultüber mein Aussenbleiben, bersten mögen. Nach langen Warten aberkam der eine Diener, welchen er zur Schild-Wache ausgestellet, in vol-len Rennen, und vermeldete, daß ich ankäme. Diese Nachricht fuhr ihmals ein Donner durch dasHertze: denn sein Gewissen sagte ihm, baß erunrecht handelte. Nichtsdestoweniger war die Verblendung dermas-fen groß, daß er hervor ritte, seinen Raub aufzufangen.
Als er meinen Kutscher ftille halten ließ, erschrack ich über seine Ge-
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