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îsus> welcher den Scharst-Richter zu Gevattern gebeten, und solchenseinen Herrn Gevatter allenthalben mit sich herum führete, damit er seinetyrannischen Befehle gleich auf der Stelle zur kxeâîon bringen mö chte,ließ den Heil. jcànnem von î^cpomuà, über die Brücke zu Prag, hineinin dieMuldastürhcn, dergestalt, daß er elendiglich ersauffen müste. undzwar bloß und allein darum, weil er nicht offenbahren wollen, was ihmdie Gemahlin v^enceskigebeichtetgehabt. Jedoch dieser sein schmäh-licher Todt hat demselben den Crantz derer Märtyrer und Crone dererHeiligen prvcurlret. Denn sobald sein Cörper aus dem Wasser gezo-gen worden, hat er solche Anzeichen von sich gegeben, welche, nach deneni'rmcipiis der Römischen Kirche, machen ,vaß man einen vor einen Heili-gen hält. Hernach haben sich' die Leute seiner Vsrbitte bey GOtt em-pfohlen, auch gerühmet, daß sie eine wundersame Wirckung davon ge-spühret. Dannenhero siehet man, in dem gantzen Königreich Böhmen»Mähren und Schlesien, auch in andern Oesterreichischen Erblanden,seine
nicht etwa nur in Kirchen und Klöstern, sondern auch auf öffent-lichen Gassen und denen Land-Strassen, viel tausend und tausendmal ste-hen , und er ist schon etliche hundert Jahr vor einen Heiligen gehalten wor-den,obgleich zu Rom,man dessen wirkliche csnor-iümon biß in diesesJahrverzögert. St. Veit war ehedem der paironus kobemís:. Nunmehr»aber weiß fast der gemeine Mann nichts mehr von ihm, und ein jeder,der sich in Böhmen, Schlesien und Mähren, zu LerRömisch-Catholi-schen Religvn bekennet, sàeckret sich an den Heil. j okäsm von dlepo.muck , wann er etwas in dem Himmel auszumachen hat.
Die Königin.
Ich habe mir gar viel von diesem Heiligen erzchlen lassen. Inson-derheit abererinnere ich mich, folgendes von ihm gehöret zuhaben:
Ein gewisser Mann, der einen imponäen process zu führen, unddabey das Recht auf feiner Seite gehabt, habe vermercket, daß endlich sei-ne Gegen-Parthey, ihrer ungerechten Sache ungeachtet, dennoch dmMeister über ihn spielen würde, weil sie sich nicht nur derer Geschencke, An-dern auch sonst noch allerley lijssge Wege und Mittel bedienet, ihren Zweckzu erreichen. Dannenhero hätte er den Heil. Icànem von Nepomuàinständigst ersuchet, er solle bey GOtt vor ihn bitten, daß sein Recht nichtunterliege möchtessoki-mrics von l^epomuà stye ihm daraufimSchlaffer-schienen,und habe befohlen, der seine Vochitte suchendeMnn solle à ve-