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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der letztverstorbenen Römischen Käyserin, Eleonora Magdalena Theresia, und der letztverstorbenen Königin in Franckreich, Maria Theresia : worinnen das Leben, Gottesfurcht und hohe Tugenden dieser beyden großen Printzeßinnen ... zu ersehen ...
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Geburts-Tag begehen würde, und von denen Kloster - Frauen zur Neu-stadt, nahm ich, als ich mîchLrmn 1719. tzas lchtemai daselbst befand,Abschied, eben als ob es eine unfehlbare Gewißheit wäre, daß ich zumletztenmal bey ihnen gewesen. So ist auch dieses etwas bedenckliches,und denen, so die Vorbedeutungen àruiren, zur Behauptung ihrerSache nichts unvortheilhaffkes, daß in dem Eingang der Burg, derälteste von denen Adlern, welche bey Hofe gehalten werden, an ebendemselben Morgen, und fastzu eben der Stunde, als ich vom Schlaggerühm worden, todt dahin gefallen ; wiewohl besagter Adler freylich einsehr hohes Alter auf sich gehabt. Endlich istnoch dieses merckwürdig,daß mein Abschied aus der Welt sich an eben dem Tag ereignet, an wel-chem ich, zo. Jahre zuvor, als Römische Käyserin, gekröhnet wordenbin.

Ob ick gleich mit meiner Erzehlung schon ziemlich weit gekommenbin; kan ich mich dennoch nicht einbrechen, annoch von einigen, meinLeben und Wandel überhaupt, insonderheit aber den Wittwen-Srand,angehenden Dingen, zu reden.

Ich schliche gerne des Nachts herum, um vielerley wichtigen Ursa-chen willen, vornemlich aber, dadurch die Hofleute desto furchtsamer zumachen, viele, ihnen anklebende Untugenden zu begehen; wobey ichkein Gespenst noch Pslter-Geist scheuere.

Das Italiänische und Franhösische sprach und verstünde ich voll-kommen , ja besser als das Teutsche selbst. Ich betete und beichtete auchin Italiänischer Sprache,und meine Beicht-Väm sind allemal Jesuiten,von ràîon aber Jtaliäner gewesen. Der eine hieß kaîàtàr KWl-r, undwar, des Teutsch-klingenden Namens ungeachtet, einer derer verschla-gensten Jtaliäner. Er hat dem Beicht-Vater-Amte 54. Jahre beymir vorgestanden, und ist über 80. Jahre alt gewesen, als er ein paarJahre vor mir gestorben.

Denen Juden war ich, von Natur , Spinnen-feind, und befahldenen Hofleuten vor mich von ihnen nicht dasgeringstezu kauffen. Beymeines glorwürdigsten beopolL Leb-Zeiten, hielt ich Vogel, Papagey-enund allerhand andere rare Thiere, weil der Käyftr solche liebere.Nach seinem Todt hingegen schaffcte ich alle ab, und suchete mein Ver-gnügen nur darinnen, daß ich vor die Spatzen und andere,frey in der Lujst

herum