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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der letztverstorbenen Römischen Käyserin, Eleonora Magdalena Theresia, und der letztverstorbenen Königin in Franckreich, Maria Theresia : worinnen das Leben, Gottesfurcht und hohe Tugenden dieser beyden großen Printzeßinnen ... zu ersehen ...
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des Käyserl. Throns, erwehlkund ftyerlich ausgeruffen. MeinVattkerfreuete sich, über diese beyde Begebenheiten / da er nemlich eine Toch-ter als Käyserin, einen Enckel von solcher aber , als Römischen König,grüßen kunnte , dermaßen, daß der Schmers den ihn die, von denenFrantzssen, unter mancherley br-nexc^verübete gänhliche Verheerung undVerwüstung seiner Lande, verursachet hatte, dadurch gäntzlich versässetund verbannet ward. Jedoch er genösse der Freude nicht allzulange, son-dern bezahlete, noch in diesem knuffenden 1692. Jahre , tzen 27. dlovsmbr-.zu Wien, die Schuld der Natur, nachdem er bey nahe 75. Jahre gele-bet. Weil er nun, wie gedacht, so kurtz vor seinem Ende, annoch ss grossse Freude an mir und seinem Enckel jolepdo, auch an einigen andern sei-ner Kinder erlebet ,/ariden sich Leute, die ihn dem àn Simeon verglichenund sprachen , er hätte mit gar guten Rechte sagen können; HErrirrmlassest du deinen Diener in Friede fahren. Denn rc. Ich befandmich unter steten Beten und Seuffzen, bey seinem Ende, und der Rö-mische König fiel, vor dem Bette seines sterbenden Groß-Vaters, niederauf seine Knie, wolle auch nicht wieder aufstehen, biß er den Seegen vonihm empfangen. Von meinem Gemahl, dem grossen l-eopolä, wardmein sterbender Vater ebenfalls besuchet, und hielt dieser eine in fünffge-Heimen Arkickeln bestehende Unterredung mit demKäyser.

Meine Haupt-Geschäffle waren nunmehro die Pflicht einer Mut-ter,welcher ich mit allem Eyfer annahm. Insonderheit trachtete ich, mei-nen Kindern insgesamt, eine wahre GOtleöfurcht, Frömmigkeit, An-dacht, Eyfer und andere heilige Tugenden mehr , einzuflössen. Manschemich dannenhero in steter Ermahnung begriffen.Jch gebrauchte mich auchvielmals des Ernstes , den ich aber allemal, durch mütterliche Milde zumäßigen, nicht unterließ. Hiernechst war ich bedacht immer mehr undmehr Treue, Verehrung und Liebe, gegen den Käyser, meinen Gemahl,blicken zu lassen ,und wann er redete, hieß es bey mir: Ja Herr! Ichwerde gehorsamen. Besagter mein Gemahl und Herr befand sichöffters etwas kräncklich; da.ich dann mit ihm kranck seyn wolte. Ichbedienest ihn gleich einer Aufwärterin, und bereitete seine Speisen mitmeinen eigenen Händen. Ich bestrebete mich alles zu thun, was ich wü-ste, das ihm angenehm seyn würde. Hatte er etwa, derer Regierungs-und Reichs-ässi-ren wegen, EbsZrin und Verdruß, bedieneke ich micheines freundlichen Angesichts, auch sanfft und süßer Zurede, das, was denKäyser ärgerte, oder betrübete, zu vertreiben. In Summa-, unsere Ge-

Bb z: müther,