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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende, in einer Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden 33ten zwischen dem letztverstorbenen Römischen Pabst, Clemens XI. und dem welt-berühmten Pater, Quesnel : worinnen sehr remarquable Discurse, die berühmte Prophezeyung des Irrländischen Erz-Bischoffs Malachiae ... enthalten ...
Entstehung
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einer vacantm Steile auslesen, hernach beten und über sie lösten, zu sehen,wem der Himmel solche gönnen möchte. Denn es scheinet ein vor alle,mahals ob aufdiese Weise dem Himmel eine ftcyereHandgelassen wür-de eine Wahl zu àiZ>ren, als wann der Mensch bloß und allein nach sei-nem Sinn s§>ret und verführet.

XI.

Eben derjenige Pabst Oàttà, dessen ich schon Erwehnung ge-than, machte es so. War z. E- eine Bschösse-Stelle ledig, ernannte erdarzu jederzeit drey oder vier Personen, über welche er hernach das Lößwerffen ließ. Wen es draff, derselbe blieb Bischofs, und erhielt diePäpstliche desfalls nöthige Bulle. Allein handelte einfältig.

Ach und andere Päbste sind seiner Meinung hierinnen gar nicht gewesen,sondern begriffen besser als er, wie es das Hertze kützclr, wenn man weiß,daß dieser und jener, seine Erhebung zu dieser oder jenen Würdecher will-kührlichen Wahl desjenigen, der sie coàlret, einig und allein zu dan-eben hat ; wie man denn auch seinlntetclH und Absichten, durch die will-kürliche Wahl in Beförderungen am allerbesten erreichen kan.

Ey! daran ist gar kein Zweiffel; aber leider! das es geschiehet.Eben dadurch ist schon unsäglich viel Übels in derWelt gestifftet worden.Alle ScNlünLw, die Simonie, tausenderley Intriguen , und unrechtmäßigeBeförderungen, insonderheit zu geistlichen Stellen, sind dahergekom-men; und gleichwohl ist niemand, der geneigt wäre, den Schaden zuheilen, oder den Mißbrauch abzustellen. Es wird demnach wohl dabei-bleiben, und die Päbste werden die Personenzu denen Valoren Stellennoch fernerhin, nach ihrer Willkübr erwehlen, auch die Cardinale selbst,einen Pabst, allemal durch tausenderley lEiZ^n, und eben so vielerlei)Absichten, unter sich ausmachen. Niemals aber mögen die sonst klu-gen Herren einen so einfältigen Streich begangen haben, als damals,als sie, nach dem Todt Pabst Llememiz v. der seinen Sitz, aus Liebe zuseinemVaterland,von Rom nach ^viZnon in Frankreich verleget hatte,binnen zweyen Jahren mit derPabsts-Wahl nicht einig werden kunren,endlich, aus Ungedult, einem einigen Cardinal volle Macht und Ge-walt gegeben, einen Pabst zu ernennen, da sich dann dieser Cardinalselbsternannte, sagende, daß er von seinerAufrichtig-und Frömmigkeitdie beste Versicherung hätte; da ihm hingegen unbewust sey, was in ei-nem