Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
Entstehung
Seite
353
Einzelbild herunterladen
 

bahrungen gehabt, ich glaubte Gott einen Dienst zuthun: ich erkenne daß ich mich betrogen, daß ichmich eines schrecklichen Verbrechens schuldig gemachthabe, zu dem niemand mich verleitet hat. Dieß istdaS wesentliche aller seiner Antworten. Er giebt an,daß er an dem Tage, da er den Mord begicng, an-dächtig in der Messe war, daß er einigemal hatte mitdem König reden wollen, um ihn von dem Kriege zumVvrtheil der ketzerischen Prinzen noch abzubringen. Ecgesteht, daß er zweymal schon die Absicht gehabt Habs denKönig zu ermorden, daß er Paris verlassen hatte, umsich dieses Verbrechen unmöglich zu machen und daß erdurch seinen Religionseifer überzeugt zurück gekom-men sey.

Eines von seinen gerichtlichen Schriften unter-schrieb err trsu^ois ksvAillsc,

^ue toujours clsus rnon cosur,

Fetus loit le vsiuczueur.

Wer erkennt nicht aus diesen zweiLinien, mit denener seine Unterschrift begleitete, einen religiösen Un-glücklichen , dessen Hirn mit dem Gift der Ligue ange«steckt war.

Seine Mitschuldigen waren der Aberglaube, unddie Wut, welche Jean Chätel, Pierre Barriere, undJacques Clement beseelt hat, der Geist Poltrots,der den Herzog von Guise ermordete, und die Grund-sätze Balthasar Gerards, welcher Mörder des großenPrinzen von Dramen ward. Ravaillac war Barfüßer-Mönch gewesen; ein Mönch konnte wohl glauben,daß es ein verdienstliches Werk sey einen Prinzen zuermorden, welcher seine Religion hasse.

Man wundert sich daß man mehrmalen dem be-sten König Heinrich IV. nach dem Leben trachtete,tt.Denkwürvigk,XIV.B. Z aber