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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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deswegen mußten sie das Gift bekommen, welches sie 12.Cardinälen zugedacht hatten.

So urkheilt die Erbitterung, und so schließt einVolk, das seinen Herrn haßr; aber der Geschichtschrei-ber darf nicht so schließen. Er wirft sich zum Richterauf, und gründet das Urtherl der Nachkommenschaft;Er darf ohne unläugbare Beweise niemand für schul-dig erklären.

Was ich von Guiccardini sage, gilt eben sovon den Memoire» von Sülch über den Tod Heinrichsdes IV Seine Memoiren waren von den Secre-tairen des Herzogs, welcher damaien durch Mariavon Medicis in Ungnade fiel, zusammengekrsgen. Eswird darin einiger Verdacht auf diese Prinzessin gewor-fen , welche durch den Tod Heinrichs deS IV. die Re-genrin wurde, eben so auf den Herzog von Epernon,welcher sich Mühe gab, sie zur Regenten erklären zulassen. Mezeray welcher mehr Kekheit als Beur-theilungskrasc hatte, unkerstüht seinen Verdacht, undin dem 6 ten Theil der Memoiren von Conbä, hat manalles angewandt,m dem elenden Ravaillac die ver-ehrungSwürbigsten Mitschuldigen zu geben.

Giebt cs denn nicht Laster geuug in der Welt?Muß man sie auch da suchen, wo es keine giebc?Man klagt zu gleicher Zeit den Jesuiten, Vater Ala«gona, den Oheim des HekgogS von Lerma, den ganzenspanischen Hof, die Königin Maria von Medicis, dieMaitresse Heinrichs des IV. , Frau von Verneuilund den Herzog von Epernon an. Wählet nun! Wenndie Maitresse schuldig ist, so ist es sehr unwahrschein,lich, daß eS die Gemahlin sey; wenn der spanische Rathdem Ravaillac in Neapel bas Messer in die Hand ge-geben hat, so ist es also nicht der Herzog von Epernon,der ihn in Paris verführte, und den Ravaillac immer denCalholiken im höchsten Grad nannte, wie man es in

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