sechs Herren, welche Key dem König in Wagen saßensprangen den Augenblick heraus. Einige bemächtigtensich des Mörders, andere machten sich mit dem Königzu khun. Als aber einer von ihnen bemerkte, daß letz,lerer keinen Laut mehr von sich gab, und daß ihm vaSBlut aus dem Halse schoß, schrie er: der König isttvdk! Diese Worte verursachten einen erschrecklichenLeun. Die Leute welche sich eben in der Straße be-fanden drängten sich in die Buden, stürzten über ein-ander her, und waren so voll Angst uud Schrecken, alswäre der Feind m der Stadt. In der Geschwindig.keic aber kam einer von oberwähnten Herrn auf denEtnfall, dev Leuten weiß zu machen, der König seynur v.l mundet, und von einer Ohnmacht befallen wor-den. Alan begehrte Wein, und während die Leuteum , diesen, welchen herbevzuschaffen, machte man dieKutschthüren zu, versicherte das Volk nochmals derKönig sey bloß verwundet, und man müsse eilen ihnnach dem Louvre zu bringen, damit er verbunden werde.
Dte Königinn befand sich eben in ihrem Kabinet,als sic die traurige Botschaft vernahm; kam aber involler Angst und Bestürzung heraus, um denjenigennoch einmal nach seinem tödtlichen Hintrikr zu sehen,den sie bey seinen Lebzeiten über alles verehrt hatte.Im Heraustreten aber kam ihr der Kanzler, welcherdiese Nachricht bereits im Stäatsrathe erfahren hatte,entgegen und hielt sie zurück. Sobald sie ihn erblickterief sie ihm zu: Ach! der Königist todt! Er aberblieb sich gleich, und versetzte: Ihro Majestät Hal-len zu Gnaden; die Könige von Frank-reich st e r b e n nie. Hierauf bat er sie, sich wiederin ihr Kabinet zu begeben, und fuhr fort: Man mußbedenken, daß unsere Thränen unsereLagenur verschlimmern. Wir müssen sie bis zueiner andern Gelegenheit «ersparen. Es
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