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giebt Menschen genug, welche Sie und sichselbst beweinen. Ihre Majestät habenPflichten für diese undfür sich selbst zu er-füllen. Wir bedürfen Hülfe, nicht Thrä-nen.
Den sechzehnten des nemlichen Monats ward Ra-vaillac in die Conciergerie gebracht denn er hattezwcy Tage im Hotel de Raitz gesessen, wo ihn jeder-mann sehen und sprechen durste, ob er gleich von denGerichtsdienern bewacht wurde. Anfangs wollte manihm weiß machen, er habe den König mir verwundet;er antwortete aber, da er wohl wisse wohin er gezielt,und auch das Vlut am Messer gesehen habe, so könneer gar nicht daran zweifeln, daß er todt sey. Indeßsterbe er nun gern, da er seinen Endzweck erreicht habe.Denen die ihn fragten, waS ihn denn zu dieser Mord-that bewogen hätte, gab er zur Antwort: Die Pre-d i g t e n , w e lche i ch m i t a n hör t e ; d e nn d a-durch lernte ich dieBew eg gründe kennen,weswegen man einen König um bringenmuß. Als man ihm nachher während des VerhörSdie Frage vorlegre, ob es erlaubt sey einen Tyrannenzu ködten, wußte er alles auf dem Nagel herzusagenwas sich für und wider diesen Sah anführen läßt, sodaß man deutlich genug merkte, er sey in dieser Lehremit ganz besonderer Sorgfalt unterrichtet worden;Denn sobald die Rede von andern theologischen Dingenwar, zeigte er sich als einen sehr unwissenden Menschen,der mit sich selbst im Widerspruch stand, und im nach-sten Augenblick wieder verneinte, was er kurz vorherbejaht hatte.
Erstes