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dem das Hochamt geendigt war, der Bischof von Aixdie Leichcnpreoigt gehalten, und die Gesellschaft abge-speiset hatte, in der nemlichen Ordnung nach SaintDeniS. Als er aber über die Vorstädte hinaus kam,trennte ec sich; Leute, welche bis dahin zu Fuß gegangenwaren, setzten sich nunmehr entweder zu Pferd oder in ihreKutschen, und dieser so schön geordnete feyerlichc >Pompverschwand. Die Hauptleute von der Garde, Mont e-span, Vitri und PraSlin, verließen den Wagennicht einen Augenblick: denn sie hatten sich schon vorherverlauten lassen, ihre Pflicht gebiete ihnen zwar denLeichnam zu bedienen, aber nicht daS Dildniß. DieGeistlichkeit von Saint Denis gieng ihnen bis anden Kreuzweg entgegen, denselben in Empfang zu neh-men. Man hatte einigen Verdacht, der Sarg sey leer,und der Leichnam des Königs bereits beerdigt, weil esder außerordentlichen Hitze wegen nicht möglich gewesensey, ihn noch länger in seinem Wohnzimmer aufzube-wahren, indem man ihn sehr schlecht einbalsamirt habe.Vitri versicherte, dies sey wirklich des Königs Kör-per, und setzte hinzu, wenn sie nur ein klein wenig nä-her zum Sarge treten wollten, so würden sie überzeugtwerden, daß er die Wahrheit sage, und daß der größ-te Monarch aus keinem andern Stoff bestehe, als dergeringste Erdenbewohner»
Man bedurfte bey dieser Feyerlichkeit keiner gedun-genen Klagweibcr, und keiner erkauften Thränen; dennsie flössen ohnehin reichlich genug, und wer sie hätte zu-rückhalten können, der müßte kein menschliches und fürMitleid empfängliches Herz gehabt haben. Das Weh-klagen nahm zu und verwandelte sich in lautes Schluch-zen, da man den Leichnam unter den gewöhnlichen Eh-renbezeugungen ins Grab senkte. Als der Graf deSaint Paul, welcher bcy dieser Gelegenheit die Stel-