Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
Entstehung
Seite
221
Einzelbild herunterladen
 

22k

er solle choch da bleiben. Hierauf befahl er dem vonFrontenac, sich nach dem Palais zu begeben und da«selbst Anstalt zu dem königlichen Festin zu machen. Ecwolle, sagte er, des andern Tages gegen sechs Uhr sichebenfalls daselbst einftndcn, und die getroffenen Anstal-ten in Augenschein nehmen. Bald nachher ließ er auch denHerrn de Bi tri rufen, und sagte: er solle doch jadafür sorgen, daß er Ursache habe, mit dieser Feyerlich«keitcben so zufrie den zu ftyn, wie m-t jener zu SaintDenis; er werde auch die Herren de Frontenatund d e la Force dort antrcffen. Sire, erwiede»teVitri, Sie würden eher jeden andern dort wahr«nehmen , als mich» Da mir aber Ihr» Majestät aus«drücklich befehlen, daß ich Mich dahin begehen soll, sobelieben Sie zu bedenken, daß ich unmöglich an zweyOrten zugleich ftyn kann» Wenn ich sehe , daß Erv»Majestät auf die Jagd oder sonst wohin gehen, unvnur wenig Leute zur Bedeckung bev sich haben, wirdMir allemal angst und bange. Gleichwohl ist an jedemandern Orcc weit weniger für Dero Person zu besorgen,als in dieser Stadt, wo sich eine unbcftbr tbliche Mengefremder und unbekannter Menschen aufhalten.Geht,antwortete der Köyig, Ihr ftyd e'N Geck. Ihr wolltnur gern hier bleiben, um Euer Wesen mit diesen Da-men zu treiben. Thur was ich Euch befahl. Es sindbereits fünfzig Jahre, und darüber, daß ich mich selbstbewache, ohne vom Capitän meiner Leibwache bewachtzu werden. Ich werde mich auch ferner ganz allein zubewachen wissen." Bitri antwortetet Sie haben gaenicht nächig, Sire, Ihr eigener Leibwächter zu seyn»Die Leibwache ist bey der Hand, und wartet nur dar«auf, daß Ew. Majestät ausfahren. Allein alle Liebko-sungen, Schmeicheleycn und andere Kunstgriffe der Be»redsamkettden würden König nicht dazu vermocht haben,sich mitten im Frieden einer Bedeckung zu bedienen, wo-von