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chei, worden , welcher die ganze Nacht hindurch vor ih-ren Zimmerfenstern gekrächzt habe. Man bemerkte ei-ne Oefnung in dem Mauerwerk oberhalb der königlichenGruft. Neugierige Leute, welche gewöhnlich auf allesAcht geben, hielten es für ein Zeichen von schlimmerVorbedeutung, daß die Kerze, welche die Königin beyihrer Krönung trug, von selbst erlosch, und daß ihrzwcymal bcynahe die Krone vom Haupte gefallen wäre,wenn ste nicht noch zur rechten Zeit darnach gegriffenhätte. Ich weiß selbst nicht, was ich davon denken soll,daß der König an diesem ncmlichcn Tage, als er dieherrlichen, mit so vielen Menschen besetzten Schauge-rüste betrachtete, stch des jüngsten Tags erinnerte, undden Gedanken äußerte» man würde sich gewiß sehr ent-setzen, wenn jetzt der Weltrichtcr erschiene.
Drey Jahre vor seiner Ermordung fanden sichzween Edelleure, der eine aus Bearn, der andere ausCondomois, beyde^von verschiedenen Religionen,und in königlichen Diensten, bey ihm ein, und stelltenihm vor, daß sie zwo Erscheinungen gehabt hätten, wel-che sich auf sein Lebensende bezögen. Dem letzter» waralles, was er gesehen hakte, nur im Traum vorgekom-men. Dem erster» aber erschien, als er völlig munterund wach war, ein langer Mann, welcher das Portraitdes Königs auf der Brust trug, und sprach: Geh hinnachlFontainebleau, woderKönigzu eben der Zeiteintreffen wird, wann du dort ankömmst, undsage ihmdies und dies von mir! Er gehorchte, der König hör-te ihn an, und da ihm noch in frischem Andenkenschwebte, daß stch bereits mancher Scharlatan einesähnlichen Vvrgebcns bedient habe, seine Betrügereyenzu bemänteln, und Geld zu schneiden, so wunderte ecst !, um so mehr, als dieser Edelmann die drey hundertScudi, welche ihm der König zu Vergütung der Reift-