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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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legte sie sodann mit eigener Hand auf den Altar. Näm-lich den Wein, welcher in zwei) kleinen silbernen undvergoldeten Fäßchen enthalten war, das goldene Brvd,das silberne Brod, und den Beutel mit dceyzchn Gold»stücken, deren jedes dreyzehn Scudi an Werth hatte»Als der Cardinal de Ioyeuse, welcher das Hoch»amt hielt, die Präfativn sang, stimmte der König mitein; Venn es ist ein uralter gottseliger Gebrauch, daßdie Könige vonFrankreich ihr Gebet und ihren Ge»sang zugleich mit jenem der Diener Gottes ertönen lastscn. Karl der Große, Robert, Ludwigder Heilige, ließen ihre Stimmen ebenfalls im Tem-pel erschallen, und Karl der Neunte sang diePsalmen buchstäblich nach. Der König gab so auf-merksam und ehrerbietig auf den Gottesdienst Acht, daßman ihm die Andacht in den Augen laS. Alsderpäbst»liche Nuntius diese Inbrunst, diese lautere und unge-künstelten Herzenscrgießungen mit ansah, äußerte ergegen die Prälaten sein Vergnügen darüber, und sagte L-der Pabst werde sich darüber ausnehmend freuen.

Da dieser merkwürdige Tag so viele und große Eh-renbezeugungen mit einander vereinte, als die Welt nurimmer zu gewähren vermag, so war es nicht mehr dennbillig, baß denselben auch noch die größte aller Gnadenwelche nur der Himmel crthcilcn kann, die Hauptsum-me aller Wvhlthaten, der Inbegriff aller Wunder, unddas ewige Unterpfand der Liebe Gottes, bcygesugt wur-de. Demzufolge ward die Königin zum drittenmalvor den Altar geführt, wo ihr der Duc D'Elböeufein Kiffen präsentirte, auf welches sie nicderknictsund daS heilige Abendmahl empsieng, nachdem sie vor-her, zum Zeichen ihrer Ehrerbietung, die Krone vomHaupte gethan hatte. Ein deutlicher Beweis, daß un-sere Fürsten ihre Kroge gegen die Dornenkrone nnffrs

Hei-