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von Paris reichte das heilige Del dar, womit die Kö-nigin auf Kopf und Brust gesalbt wurde. Der BischofvonBezierö, Großalmosenpflegec der Königin, wel-cher die Stelle dcö unpäßlichen Cardinals von Perron,Großalmosenpflegers von Frankreich, vertrat, pra-sentirte die Krone, und der Cardinal von Jvyeusesetzte sie der Königin auf. Die Prälaten überreichtenihr die Insignien, das Scepter, den Gercchtigkeitsstab,und den Ring. Anstatt des Kusses, wovon die Da-men dispensier sind, machte das Homaginm den Be-schluß dieser gottesdienstlichen Handlung, und die außer-ordentliche Stille, welche man während derselben beob-achtete, trug nicht wenig dazu bey, das Majestätischeund Feyerliche derselben zu erhöhen. Als die Königinvom Altar zurück kam, und sich wieder auf ihren Thronbegeben wollte, wäre ihr bcynahe die kleine diamanteneKrone, deren sie sich statt der großen bediente, vomHaupte lgefallen; allein sic selbst fuhr eiligst mit derHand hinzu, und setzte sie wieder fest. Fürwahr einesehr günstige Vorbedeutung von jener Glückseligkeit,weiche sie dereinst zur Zeit der Noth durch ihre Weis-heit und kluge Regierung über ihre Staaten verbreitenwürde! Man merkte es ihr an, daß alle Freuden, alleEhrenbezeugungen, welche ihr an diesem festlichen Ta-ge zu Theil wurden, ihrem Herzen keine wahre Zufrieden-heit gewährten; denn sie sah so nachdenklich und kummer-voll aus, als ob ihr ein unglücklicher Zufall ahne. Indieser Betrübniß entsiclen ihr folgende Worte: ,,Ichbedenke, daß mir in dieser Kirche nur zwo Ehrenbezeu-gungen zu Theil werden können. Dies ist die eine;die andere wird mir, so Gott will, nach meinem Todewiederfahren." Diese große Königin machte. cS wie dieKaiser zu Constanrinopel, welche sich an ihremKrönungSlügc ren Marmor und Porphyr zu ihren Grab-mälern ausersahn; zu einem Beweis, daß sie sich von
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