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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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Königinnen, welche von demselben abstammen, keineandere Majestät besitzen als die, weiche sie Gott zu ver-danken haben, so lassen sie sich die Krone von dessenDienern, und zwar vor dem Altar, aufsetzen, um da»durch zu erkennen zu geben, daß diese höchste Ehrenbe-zeugung lediglich von dessen Gnade abhängc. Gewöhn«sich fanden sich die Könige bcy den Krönungen der Kö-niginnen ein. wie zum Beyspiel Ludwig der jünge-r e bey jener der Isabe l l a von Hcnnegau, undPhilipp August bcy jener der Alix von Blois.DieS geschah nicht sowohl in der Absicht kiese Handlungzu sanctioniren, als vielmehr ihre Feyerlichkeitzu erhö-hen; denn eS ist schon genug, daß dieselbe in Gegen-wart GotteS, und von dessen Dienern vollbracht wird.Die Kronen sind einander völlig gleich, und es findethierin nicht der geringste Unterschied statt. Jupiterhat keinen einzigen Strahl mehr aufzuzcigen, als seineJuno. Die Krone welche der Königin aufgesetzt wird,ist dic nemliche, deren man sich bey der Krönung deS Kö-nigs bedient. Da beyder Herzen zusammen nur eineinziges ausmachen, da ihre Schicksale so innig mit einan-der verwebt sind, daß ihnen die Dorne» und Rosen, wo-mit ihre Lebensbahn bestreut ist, in gleichem Maaße zuThei! werden, so würde es sehr unschicklich sinn, wennman sich bey dergleichen Krönungen, wie bey jenen dergriechischen Kaiserinnen zu Constantinopel, ver-schiedener Kronen bedienen, oder von dem CeremoniclGebrauch machen wollte, vermöge dessen der Kaiser dieKrone aus den Händen des Patriarchen empfängt, undsie sodann seiner Gemahlin aufs Haupt setzt.

Da nun die Königin mit gefalteten Händen undgesenktem Haupte vor dem Altar ckniete, betete man i zuGott, er wolle sich die feyerliche Handlung, welche sei-ne Diener in aller Demuth vollziehen würden, gnädig ge-fallen lassen, und sein Gedeihen dazu geben. Der Bischcf

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