len stark auf der Kanzel gegen den König losziche»Auch dieser habe seinen Vorsatz für sehr verdienstlichund heilig erklärt. Hierauf habe er denn das Messergekauft, welches der Obrigkeit überliefert worden scy,und die Spitze dran schleifen lassen, welche man nochjetzt an demselben wahrnähme. Nachher habe er Pa-ris verlassen und sich nach Saint Denis, den damali-gen Aufenthaltsorte des Königs, begeben, fest entschlos-sen ihm in der Küche das sebcn zu rauben. Ais! eraber gesehen habe, daß der König die Messe so gar an-dächtig mit anhöre, habe er seinen Vorsatz unmöglichaussührcn können; denn cs ich ihm nicht anders »zuMukhe gewesen, als ob ihm die Arme und alle Glied-maßen gelähmt wären. Dann scy er ihm nach Fortde Gourvay, und von da nach Brie-comte-Robertgefolgt, wo er gebeichtet und daS heilige Abendmal em-pfangen habe. Dort würde er den König, der ganz nahean ihm vorbeyzegangen scy, unfehlbar ermordet haben,wenn er ihm nicht im nemlichen Augenblick entwischtwäre, wo er das Messer aus den Beinkleidern hervor«holen wollen. Nun scy er denn endlich nach Mclungekommen, wo man ihn in Verhaft genommen ha-be. Seine Richter stellten ihm vor, es sey ja docheine ganz erschreckliche Sünde, daßcrzweymai das Sa-krament des Altars empfangen habe, während er mitdiesen ruchlosen Gedanken beschäftigt gewesen ftp; ober denn nicht bedachr habe, daß er stch dadurch der ewi-gen Vcrdammniß schuldig mache? Hierauferhob er dieStimme und sagte: sonach sey er freylich ein sehr un-glücklicher Mensch; er danke Gott, daß er ihn verhin-dert habe diese böse That zu vollbringen. Nun lasman ihm seine Aussagen vor, die er nochmals bekräf-tigte; Aussagen, müssen Sie wissen, die er ganz ftcyund ungezwungen ablcgte, ohne daß man nöthig hatte,sich nur ein einziges mal der Fitschel zu bedienen. Oh-
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