Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

--- 2 -

Daß das besagte Parlcment, wegen der in be-sagtem Proceß enthaltenen Umstände, den besagtenHains auf immer und ewig aus dem Königreich Frank-reich verbannte, und hiermit wirklich verbannt, wobeyihm zugleich bedeutet wird, diesen gegen ihn erlassenenVerbannungsbefchl nie zu überschreiten, oder widri-genfalls zu gewärtigen, daß man ihn ohne alle Umstän-de an den Galgen hängen und erdrosseln werde»

Obiges Urtheil ist dem besagten Hains vor demGitterfenster seines in der Conciergerie befindlichen Ge-fängnisses wirklich angckündigt worden, am zehntenTage des Januars, ein tausend fünf hundert fünf undneunzig.

Aus anderweitigen Nachrichten ergab sich, daßeinige Jesuiten, welche man darüber zur Rede siellte,warum sie denn gleichwohl in Frankreich blieben, da siesonst niemanden als nur dem Pabst Treue und Gehor-sam gelobt hätten, die Antwort crtheilten: ihr Gelüb-de werde durch ihren Aufenthalt in diesem Reiche ganzund gar nicht verletzt, denn Seine päbstliche Heiligkeithätten sie diesfalls vermittelst eines Breve dispenstrk,und ihnen erlaubt, sich nach den Zeicumständen zurichten.

Zu allem Ueberfluß lief auch noch unterm siebenten ^Januar die Nachricht von Bourges ein, daß ein gewis-ser Jesuitenschülcr daselbst, Namens Franz Jacob,sich habe verlauten lassen, er sey der Mann, «vel»cher den König ums Leben bringen würde, wenn ernicht schon todt wäre; er halte aber gänzlich dafür, daßihn schon ein anderer ermordet habe.

Ferner brachte man zu Paris in Erfahrung, daßin dem dortigen Jesuitencollegium allerley ehrenrühri«ge Aufsätze, Anagrammen und Gedichte gegen den K ö-nig