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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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gezwcifelt; er könne seinen Nächsten nicht leiten, undbesitze überhaupt keine Menschenliebe; er sey undankbargegen Vater und Mutter gewesen ; als er von einem sei-ner Lehrer befragt worden sey, ob er nicht eine gewissewidernatürliche Sünde (die aber nicht nahmhaft gemachtwird) treibe, habe er es fälschlich und mit der größtenUnverschämtheit gcläugnct, und deswegen befürchte er,das; er nicht würdig zur Beichte gegangen sey. Auchhabe er noch mehr dergleichen Schandthatcn und Ab-scheulichkeiten getrieben, und unter andern seine Schwe-ster nothzüchtigen wollen. Dies sey die Ursache, wa-rum er glaubte, daß er sich jederzeit einer Todsündeschuldig gemacht habe, wenn er zur Beichte und zumheiligen Abendma! gegangen sey. Seit dieser Zeit ha-be er sich auch immer mit den Gedanken beschäftigt, ei-ne oder die andere Mordchat zu begehn, und nament-lich den König ums Leben zu dringen.

Wahrend dieses ersten Verhörs verbreitete sichdie Nachricht in der Stadt, daß der König nur leichtverwundet worden, und daß das Messer nicht vergiftetgewesen sey. Es ward daher gleich ein öffentlichesDankfcst veranstaltet, und in der Liebstauenkircke dasTe Deum laudamus gesungen. Tags darauf schickteman das Prvtocoll dem Parlementsho fe zu, und brach-te den Arrestanten in die Eonciergeric, wo er von eini-gen der vornehmsten Parlementöherrn verhört wurde.Hier wiederholte er das Nemliche, was er bereits vordem königlichen Hofrichrcr ausgcsagk hatte. Man leg-te ihm die Frage vor, worin denn eigentlich die ausge-zeichnete That bestehe, deren Vollbringung er sich zurBuße für die auf seinem Gewissen hastenden schwerenSünden auferlegt habe? Er antwortete: darin, daß erden König ermorden wollen, dem er aber nur cine leich-te Wunde an der Lippe brygebracht habe, weil das Mef-