Grundsatz des Ordensganzen oder seiner wahrenGebieter gewesen, so würde uns die Seltenheitseiner Anwendung, da es doch in tausend Fällendas kürzeste und unenrdeckbarste wäre, das größteRächsei seyn. Und wäre cs je wahr gewesen, daßeine Gesellschaft diesen Grundsatz hege, was wür-de Verbannung und Aufhebung gegen sie würken?Es ist der klare Ausspruch des Menschenverstandeshie-üx-r, wenn Heinrich selbst unter der ihm vorge-haltenen Voraussetzung, daß die Jesuiten heimlichenMord um der Kirche willen erlaubten, (unten S.6r. ausrief: Wer bürgt mir dann in aller Welt fürmein Leben, auch wenn ich die Gesellschaft verbanntlasse ? Man erinnere sich an den unter den Aben-theurern der Kreuzzüge so fürchterlich beschriebenenAlten vom Berge. Eintritte dieser so vielköpfig,wäre er, metamorphosirt in eine Gesellschaft, würk-lich unsterblich, wer möchte ihm entgehn ? — Nein!Dir Menschennatur kann fürchterlich ausarten.Herrschsucht und Fanatismus gerade sind grän-zenlos. Aber nur Individuen, von verbrannter Ein-bildungskraft, taumeln bis an den gähen Abgrundhin, zu welchem freylich der gemeinschaftliche Weghinleitet. In den kälter» und umschauendern Len-kern des Ganzen widerspricht, zwar nicht immerdas Menschengefühl, aber die rege Einsicht, daß,wer sich alles erlaube, sich auch allen preis gebe.Wodurch würde sich ein Ganzes, welches alles
Ein-