Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
Entstehung
Seite
IX
Einzelbild herunterladen
 

IX

allgesteckt hatte, oder ob cs als Werk des ekge-nen Genius ihrer Gesellschaft anzusehen sey? Wiriir sind aus mehreren Gründen geneigt, das erstere

für das Wahrscheinlichere zu halten. Und hat man-r- gleich in den neusten Zeiten gegen den Teufel selbst

'w! nicht so sehr, wie gegen die Jesuiten jenen Aus-

Ä spruch vergessen: daß man auch dem Teufel nicht

^ zuviel aufrmden müsse! so wird ihn doch der prag-

m mansche Eeschichtforscher bey alteren Begebenheiten

n ungestörter beobachten dürfen. Auch spätere ähnliche

W Brandflecke, durch welche einige Mitglieder die

^ Gesellschaft als königsmdrderisch verhaßt gemacht

haben, scheinen uns mehr Ausbrüche der überall mog-liehen Tollwut von Religionsschwärmerey bey Em-in- zclnen, als eigenthümliches Produkt dieser Ordens-

l st gescllschaft zu seyn. Sey ihr Verbrechen, wenn

i- ^ wir sie als Ordcnsganzes betrachten, die feinsteBerechnung und Verkettung aller Mittel zum gro-i-Ä ßen Zweck des Allherrschens; welch ein ersehn-kes Verbrechen für viele andere! und könnte^ gleich unter diesen Mitteln auch das schnelle Jenseits-

. A senden der hinderlichsten Personen eines der cntschei,

^ dendsten seyn, so folgt doch hieraus nicht, daß,

V,- . einzelne Personen ausgenommen, je die Gesellschaft

I, selbst in der Consequenz, sich, alles zu erlauben, bis

st . -zur wirklichen Aufnahme auch dieses äußersten Mit-sst tels unter ihre Maximen mit deutlichem Bewußt-st. fern fortgeschritten sey. Wäre es je wirklicherst, , a z Grund-