270
in einem Quartettsatze (bei einfacher Besetzung, wie gewöhnlich)ausgefiihrt werden. Ungleich kühnem Gebrauch hat Paganini,zu höchst phantastischer Wirkung, von diesem Doppelspiel gemacht.Gleichwohl dürfte ihm schwerlich .ein andrer Schauplatz, als dasSolo für Virtuosen, und eine eigentliche Wichtigkeit in der Ent-faltung der Kunstidee zuzugestebn sein, daher wir auch hier nichtweiter darauf eingehn.
Fassen wir zuletzt noch alle Spielweisen zusammen, so bleibtfür sie alle im Allgemeinen noch zu bemerken, dass der Geigezwar alle Tonarten zu Gebote stehn, dass sie sich aber im All-gemeinen am bequemsten in D, G, A, C, F, B, Es, E, //dur,dessgleichen in E, H, Fis, D, G, A, C, F-molI, weniger bequem inAs, Cis, EYs-dur und B, Es, As, Z>es-moll bewegt. Man wird ihrdaher in den schwerem Tonarten weniger Schwierigkeiten zumuthendürfen. Am kräftigsten wirkt die Geige in den Tonarten D, A,G, F, C, E, H- dur, E, G, ^-moll, — weicher in B, Es, ^s-dur,C, F, E-moll.
Die Bratsche ist nichts anderes, als eine Violine von grössererMensur und tieferer Stimmung. Ihre Saiten (von denen die beidenuntern besponnen) sind in klein c, g, d, a gestimmt, so dass dasInstrument eine Quinte tiefer steht, als die Geige. Ihre Töne wer-den im Altschlüssel, — sehr hohe Lagen auch wohl im Violin-schlüssel —
Die Behandlung des Instruments ist ebenfalls dieselbe, wie dieder Violine; die erste Lage stellt sich also — natürlich eine Quintetiefer als auf der Violine — so , —
Dritter Abschnitt.
Technik der Bratsche.
notirt.
-ß s;
:£=fEEEEEt=£t;
o
a
12 3 4
h c d e
d
e f g a
a h v d
c,
d e f g