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4 (1851)
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ein für allemal*) feststehende Stimmung. Sic können aber Erstensdurch die Finger des Spielenden an das Griffbrett fest angedrücktwerden; dadurch schneidet man für die Dauer des Drucks einenTheil der Saite von dem zum Schallen kommenden andern Theilegleichsam ab und erhält von der so verkürzten Saite einen hohemTon**). Diese die Saite abkürzenden Griffe können von der klein-sten Abstufung aus fortgesetzt werden, so weit die Spannung derHand gestattet und der für den Ton frei bleibende Theil der Saitefür Schallschwingung lang genug bleibt.

Zweitens können die Saiten durch leises Anlegen der Fin-ger an gewissen Stellen zu einer besondern Schwingungsari, zuden Längen- oder Longitudinal-Schwingungen***) gebracht werden.Die so entstehenden Töne heissen Flageolett-Töne.

) Nicht durchaus; einzelne Spieler haben bisweilen abweichende Stimmungder Saiten zu besondern Zwecken angewendet. Im Orchester ist indes* nur dienormale Stimmung vorauszusetzen und man thut wohl, auch für Solosatz keineandre zu fodern , da eine fremde den wenigsten Spiplern genehm sein kann.

**) Vergl. Allgem.Musiklehre S. 45 und 143. Saiten verhalten sich wiePfeifen;je kürzer, desto schneller schwingen, also desto höher ertönen sie.

**) Um das Flageolettspiel zu begreifen, muss man sich (vergl. allgem. Musik-lehre S. 45) erinnern , dass Saiten oder die in Blasinstrumenten zum Tönen kom-menden Luftsäulen je nachdem sie in schnellere oder langsamere Schwingungengerathen, höhere oder tiefere Töne zu vernehmen geben. Eine Saite, die noch ein-mal so schnell schwingt als die andre, bringt einen um eine Oktave hohem Tonhervor; folgende Reihe von Schwingungsverhältnissen,

1 : 2 : 3 : 4 : 5 : 6

giebt zum Grundton (1) die Tonverhältnisse

der Oktave, hohem Quinte (Duodezime) zweiten Oktave, grossen Terz(von der letzten Oktave) und die Oktave der Quinte,also z. B. von dem Grundton C aus die Tonreihe

c > c, S, JL ~ .£>

an.

Je länger aber eine Saite (oder Luftsäule) ist, desto langsamer, je kürzer,desto schneller schwingt sie. Und zwar verhalten sich die Längen umgekehrt, wiedie Schwingungen ; eine Saite, die halb so lang ist als die andre, giebt noch ein-mal so viel Schwingungen; also 4, 2,1 Länge geben Grundton, Oktave, zweiteOktave.

Lässt man nun eine gespannte Saite (ab) frei schwingen, so schwingt sie voneinem befestigten Punkte (a) zum andern (b) so:

tfP'r-

i

*1

Drückt man eine Saite (ab) auf irgend einem Punkte (z. B. bei c) fest an denSteg, so wird das untre Stück (cb)