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4 (1851)
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Sechster Abschnitt.

Die Zusammenstellung grosser Harmoniemusik.

Fassen wir nun alle allmählig aulgeführten Instrumente für Har-moniemusik zusammen, so finden wir allerdings deren eine grosseZahl von der mannigfaltigsten Beschaffenheit. Wir haben

1. den Chor der Blechinstrumente,

2. den Chor der Ventilinstrumente,

3. den Chor der Rohrinstrumente,

4. eine Reihe von Schlag- und Schallorganen.

Sie alle können möglicher Weise, — wenn es auch vielleicht nochnie geschehn ist und äusserst seilen rathsam sein dürfte, — zueinem Satze mit einander verbunden, oder aus allen vier Chörenkann eine Auswahl getroffen werden. Dies ist das Häufigere undder nächste Gegenstand unsrer Betrachtung.

Es fragt sich zunächst also: welches ist die zweckmässigsteAuswahl und Zusammenstellung für grosse Harmoniewirkungen?Dass hier nicht allgemein anwendbare Verzeichnisse von dem, wasman nehmen müsse oder nicht nehmen dürfe, zu erwarten sind,weiss der mit unsern Grundsätzen Vertraute schon voraus. Es kön-nen nur allgemeine Gesichtspunkte*) aufgestellt werden, nach denenman sich in jedem einzelnen Falle zu bestimmen hat. Diese Ge-sichtspunkte aber ergeben sich, wenn wir uns die verschiednen Sei-ten eines Tonstücks vorstellen.

A. Tonwesen und Schallkraft.

Für Melodie und Harmonie bedürfen wir einer Auswahl sol-cher Instrumente, die geeignet sind , Oberstimme, Mittel stimmenund Bass zu besetzen. Fassen wir die tongebenden Instrumentealler Chöre zusammen, so finden wir

*) Einen wollen wir voraus in Betracht nehmen, wenn er auch kein reinkünstlerischer ist. Es ist die Rücksicht auf die Ausführbarkeit und Verbreitungunsrer Musikstücke. Sie widerrath den Gebrauch solcher Instrumente, die nuran wenig Orten zu haben sind. Daher wollen wir auf englisches Horn, Bass-klar i n e tte, Al t-und K o n t ra b a s s - Op h i kl eVd c, Bombardon, Bathy-P h o n , so wie auf mancherlei andre, theils nicht Orchesterm'assig gewordne, theilswieder veraltete Instrumente (Flageolett, Flute cCamour , Posthorn — Laute, u. s.w.) nicht weiter eingehn. Dieselbe Rücksicht warnt auch , überhaupt nicht zuviel Instrumente zu fodern. Es ist ein bedenkliches Zeichen, von der Menge derMittel die Kraft des Kunstwerks zu hoffen.