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führt, in welcher die Klarinette nicht sanft und leicht genug an-sprechen würde; die Hörner begleiten die Flöte, wie zuvor dieKlarinette. Nun senkt sich die Komposition in die dunklere Unter-dominante und die Klarinetten nehmen den Satz der Hörner. Hiertritt das dunklere Fagott mit dem Gegensatz auf, wie vorher dieKlarinette. Es wird fortgesetzt von dem Violoncell und damit (wiewir später bei der Lehre vom Streichquartett erkennen werden) indas Materiellere und Dunklere geführt, wie zuvor die Klarinette durchdie luftartigere Flöte in das Hellere und Stoffleichtere*).
Es tritt aber noch ein besondres Verhällniss hervor, das wohl
beaehet werden muss.
Die Flöte hat — ahgesehn von den ihr mangelnden Tönen derkleinen Oktave — dieselbe Tonreihe mit der Klarinette. Allein ihreeingestriehne Oktave ist so matt und Verblasen, dass sie unmöglichmit denselben Tönen der Klarinette gleichen Rang behaupten kann;ihre zweigestrichne Oktave wird zwar stärker, bleibt aber wiederhinter der durchdringenden Kraft derselben Tonreihe auf der Kla-rinette zurück; — sie steht ungefähr in gleicher Macht mit dereingestrichnen Oktave der Klarinette. Eben so verhält es sich mitder dreigestrichnen Oktave der Flöte ; sie hat ungefähr gleiche Machtmit der zweigestrichnen Oktave der Klarinette. Diese Notenreihen
-C-
Flöte
Klarinette.
zeigen uns, welche Tonregionen in beiden Instrumenten einanderau Kraft und Helligkeit des Klangs am besten entsprechen.
Diese Betrachtung giebt uns einen wichtigen Grundsatz fürdie Behandlung der Flöte an die Hand: wir müssen sie eineOktave höher setzen, als die Klarinette, wenn wir gleiche Wirkungvon ihr begehren, — wir müssen
die Flöte so an sehn, als stand’ sieimVierfuss-ton gegen die Klarinette,
obgleich dies im Grunde nicht der Fall ist. Nun treten also fürdiese Instrumente dieselben Grundsätze in Anwendung, die wir füralle Organe verschiedner Tonregion, für männliche und weibliche
*) Dass die Instrumente, namentlich Klarinette, Flöte und Fagott, zugleichin den günstigsten Lagen auftreten , ist gewiss; man darf aber nicht hierin denersten Bestimmungsgrund für die Komposition suchen, denn er würde sich sogleichals nicht durchgreifend erweisen lassen. Ahgesehn von den möglicherweise ein-zumischenden Streichinstrumenten könnten in Rücksicht auf die Toulagen stattder Klarinetten Oboen und statt des Fagotts ein Waldhorn genommen tverden.