Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
158
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die weder der Stärke noch der Art ihres gepressten Ausdrucksnach in der Flöte vorhanden ist. Am nächsten steht, wie gesagt,die Flöte der Klarinette, wird aber von dieser durch Fülle undKraft des Schalles, durch die Macht weit slärkern Ansclnvellens,durch Wärme, Leidenschaftlichkeit und Ueppigkeit des ganzen Aus-drucks weit überboten. So zeigen sich auch hier wieder (S. 115)Beziehungen und Unterschiede unter den verschiedneu Instrument-Arten. Wir können Flöten und Klarinetten als die einander nächst-stehenden Instrumente, Flöten und Fagotte als ähnliche, beson-

ders gleich sanfte Organe

allenfalls Flöten und Hörner ver-

möge des Luftartigen in ihrem Klange verbinden; wir werdenFlöten, Klarinetten und Fagotte vereinen und den Abstand deräussersten Instrumente durch die Klarinetten vermittelt, die üppigeKraft der Klarinetten von den stillen Fagotten und kühlem Flötenumhüllt und gedämpft sehn; auch Flöten und Hörner werden durchden Zutritt der Klarinetten besser verschmelzen.

Ein Fall, wie geschaffen, um unsrer Auffassung als Beispielzu dienen, findet sich in Beethovens Ouvertüre zum Fidelio,gegen das Ende*). Hier

Adagio.

Flöte

Pdol

A-lUarinetten.

V dol.

li-Hürner.

V dolce

mm

Fagott.

i

treten zwei Hörner auf, denen sich als Oberstimme eine Klarinette(S. 138) zugesellt. Die Klarinettmelodie wird von der Flötealso vom verwandtesten Instrument aufgefasst und in die Höhe ge-

') S. 32 der Pariser Partitur.