Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen
 

157

tr

J_

je tr

t-t-f

l

t-

feäS-3

»--{td :

l -

schwer. Aus denselben Gründen sind den kleinen Flöten, nament-lich der Pikkol-Flöte, auch die stark vorgezeichneten Tonarten schwe-rer; am bequemsten ist Ddur (7/moll), G-, C- und Fdur mit ihrenParallelen. Je höher übrigens die Stimmung, desto schwerer sprichtdie Höhe an; schon die Pikkolflöte sollte nicht über dreigestrichenfis, höchstens a (in Noten) geführt werden*).

Zweiter Abschnitt.

Verein von Flöten mit Klarinetten, Fag-otlen und Hörnern.

Für unsre letzten Aufgaben halten "wir ein Orchester von Kla-rinetten, Hörnern und Fagotten mit Kontrafagott zusammengebracht.Der Trompeten und Pauken enthielten wir uns, weil der Chor derRohrinstrumente noch nicht stark genug besetzt war; der Posau-nen theils aus diesem Grunde, theils weil die Oberstimmen (abge-sehn von den lonarmen Trompeten) nur von Klarinetten besetzt,mithin im entschiedensten Nachtheil gegen die Unterstimmen waren.Es soll übrigens damit nicht in Abrede gestellt werden, dass auch,zu jenen Aufgaben Trompeten und Posaunen hätten zugezogenwerden können; wir konnten ja die Klarinettstimmen uns vielfachbesetzt denken, oder statt zwei oder drei Klarinettpartien vier oderfünf schreiben. Nur würde daun wieder die eine Iuslrumentart aufeine geistlose Weise das Uebergewicht über jede andre erhaltenhaben, der Klarinettklang hätte alle Eigentümlichkeit der andernInstrumente überdeckt.

Jetzt stehn uns noch andre Instrumente für die Oberstimmenzu Gebote; wir ziehen sie nach und nach in unsern Chor. Indemwir Schritt für Schritt vorwärts gehen, knüpft sich eine Reihe vonkleinern und grossem Versuchen und Aufgaben an. Die erste Stufebildet der Zutritt der Flöten , die sich den bis jetzt von uns ge-brauchten Robrinstrumenten zunächst anschliesscn.

Die Flöte hat vermöge ihres Luftklangs Verwandtschaft mitKlarinette und Horn, besonders mit der Klarinette; die Sanftheitund Rundung ihres Schalls giebl ihr eine gewisse Beziehung zumFagott, obgleich dieses Instrument donklern, schattigem Klanghat, und in der hohen Tonlage eine Leidenschaftlichkeit annimmt,

') Früher hatte man grössere, eine Quinte tiefer stehende Flöten, die inunserer Zeit (wo man oft von neuen oder vergessneu alten und gehäuftenMitteln neue ,,Etfekte u hofft) unter dem Namen Panaulon wieder zum Vorscheingekommen. YVir müssen hauptsächlich auf den Anhang F Bezug nehmen.