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Vollständigkeit und Ausdehnung des Tonsystems, daswaren also unsre ersten Bedürfnisse und sie wurden schon durchdie zuerst gewählten vier Röhre einigermassen befriedigt. Sobaldwir aber (S. 132) Anlass fanden, über die erste Anlage hinauszu-gehn, entstand ein drittes ßedürfniss: das des Gleichgewichtsin Bezug auf die Tonlage der Instrumente.
Höhe , Tiefe und Mitte des Tonsyslems sind uns im Allgemei-nen gleich wichtig, müssen also gleichmässig bedacht werden, sonstwird die Melodie gegen die übrigen Stimmen oder Bass und Diskantgegen die Mitlelstimmen zu stark oder zu schwach erscheinen undEins vom Andern unterdrückt werden. Sobald wir daher (in No. 145)Anlass nahmen, in der Höhe ein melodieführendes Instrument zuzu-fügen, trat auch das Bedürfniss hervor, den Bass — und gegenbeide die Mitlelstimmen zu verstärken. Wie uns dies gelungen, wiedas Tongebiet von unsern zuerst in No. 154 zusammengebrachteuInstrumenten besetzt ist, sehn wir hier —
Es-Klarinettc.
B-Klarinetle.
^Kontrafagott.
der Hauptsache nach dargestellt; am reichsten ist die Mitte vomkleinen es oder g bis zum zweigestrichnen besetzt, am vereinzelt-sten die äussersle Höhe und Tiefe, die beide in der Regel nur fürVerdopplung der Melodie oder des Basses bestimmt sind. Nachdiesem Schema, das uns an ein älteres (Th. I. S. 60) erinnert,würde man sich eben so wohl orientiren können, wenn der Ton-satz um ein Paar Stufen höher oder tiefer stände, oder wenn dieHöhe oder Tiefe noch grössere Verstärkung erhielte; stets müsstefür gleichmässige Verstärkung der Tiefe oder Höhe und Mitte gesorgtwerden. Erst mit dieser Herstellung und Erhaltung des Gleichge-wichts unter den versebiednen Stimmregionen kommt unser ersterGrundsatz (S. 112) zu voller Bedeutung.
Dass übrigens diese Ebenmässigkeil in der Benutzung aller Ton-regionen nicht eine bindende Regel ist, versteht sich von selber.Im Allgemeinen bietet sie uns das günstigste Feld für unsre Ton-