der Entwicklung der Formen oder der Harmonie entschieden undmit Gründen das Eine für besser, das Andre für schlechter oderauch nur weniger wohllautend u. s w. erklären kann. Wie schwan-kend, unbestimmt, unzureichend und darum unzulässig die Bezeich-nungen gut und schlecht, richtig und falsch, wohl- und übellau-tend u. s. w. ohne nähere Motivirung sind, ist theils von selber ein-leuchtend, theils bei verschiednen Anlässen nachgewiesen worden. Beiden noch mehr als die Tonwelt in das Gebiet des unmittelbaren, nichtweiter aufzuklärenden Empfindens fallenden Klang-Phänomenen würdemit solchem Ueberhinfahren noch weniger auszurichten sein; manmuss sie vielfach gehört und durchempfunden, dann sich eingeprägthaben, um sie im Moment des Schaffens so sicher, wie der Malerdie Farbe von der Palette, zu ergreifen oder zu mischen — oderan einem schon vorliegenden Werk ihre Weise mit der Intentionund Stimmung des Werks beurlheilend zusammen zu halten und zuwissen, ob Beides einander entspricht. Nur so scheint ein Ur-theil, nur so wahre Bildung nach dieser Seite hin möglich*) Ohnewahre Bildung aber, — die im Grunde nichts andres ist, alsein (nur bewusstes und geleitetes) Hineinleben in die Kunst, — bleibtdie Instrumentation stets der zu irgend einer Manier und Einsei-tigkeit führenden Routine, oder der platten Nachahmung irgend ei-nes Vertreters •— und dem guten Glück anheim gegeben, und kannes bei. günstiger Anlage und Erregung des Komponisten wohl zueinzelnen (vielleicht eben darum noch auffallendem und blendendem)Effekten und Apercju’s bringen, niemals aber zu fortwirkender, stetsder Idee sich zueignender Macht.
Mehr Bedenken findet bisweilen eine anscheinend leichtere Auf-gabe, die
B. Zurichtung gegebner Sätze für bestimmte Instrumente.
— hier also für zwei Klarinetten und zwei Fagotte ; die grössereSchwierigkeit hat darin ihren Grund, dass wir hier nicht aus denInstrumenten heraus erfinden, sondern an einen für andre Organegebildeten Satz gebunden sind und für ihn die möglichst günstigeSeite der neuen Instrumente herausfinden müssen, was nicht immervollkommen gelingen kann. Versuchen wir dies an dem schon Th. I.S. 344 vielseitig betrachteten Choral: „Nun ruhen alle Wälder“,142. B-KIarinetten.
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') Hierzu der Anhang ¥¥ .