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nahmen statt finden, dass man bisweilen einen Chor drei- und vier-fach (wie bei dem Blechchor Homer und Trompeten) besetzt, bis-weilen nur einfach, sehn wir voraus. Hierüber wird später zu redensein.
Abgesehu nun von der doppelten oder mehrfachen Besetzungeiner Instrumentklasse tritt für grössere Massenverschmelzung ausder obigen Betrachtung ein
vierter Grundsatz
hervor: die gleichartigen oder näher stehnden Instrumente verei-nigen sich und verschmelzen am besten. Es vereinigen sich also z. B.Flöten und Klarinetten
besser, als Flöten und Oboen; ferner vereinigen sich besserKlarinetten und Fagotte,
weil der Unterschied des einfachen und Doppelblatts durch die grös-sere Luftmasse im Fagott ausgeglichen und durch die Entlegenheitder Tonregion weniger fühlbar gemacht wird.
Diesem Grundsatz steht als sein Gegenüber derfünfte Grundsatz
zur Seite: entgegengesetzte Instrumente unterscheiden sich besservon einander, als gleichartige oder verwandte; Flöten z. ß. undOboen, oder auch Oboen und Klarinetten bilden eher einen Gegen-satz zu einander, trennen sich und stossen sich zurück, als dass siesich einigten und verschmölzen.
Zuletzt fassen wir das Wesen der Blasinstrumente imGanzen zusammen. Sie haben insgesammt selbst bei dem zartestenAnblasen ganz bestimmte Intonation, jeder ihrer Töne tritt ganzdeutlich und kenntlich auf; sie haben gesättigten und füllenden,an sich selber schon den Hörer befriedigenden, zudem durch An-schwellen und Abnehmen noch höher beseelten und nach seinem gan-zen Wesen der menschlichen Stimme verwandten Klang. In diesempositiven Wesen ist es begründet, dass der Inhalt, den der Kom-ponist seinen Bläsern giebt, viel entschiedner, deutlicher und ein-greifender hervortreten muss, als auf den Saiteninstrumenten noth-wendig ist. Auf Klavier und Harfe mischen sich die Stimmen leichtin einander, auf den Streichinstrumenten ist zwar sehr entschied-ner, — aber auch sehr unbestimmter, verschwinnnender Einsatz mög-lich und durch ihn kann Manches gemildert oder der Auffassung ent-zogen werden, was in der Harmoniemusik mit unerbittlicher Deut-lichkeit heraustritl.
Hieraus ergiebt sich der
sechste Grundsatz:
es darf in den Bläsern nicht leicht etwas gesetzt werden, das mannicht deutlich vernehmen lassen will. Bedenkliche oder auch unsang-bare Stimmführungen, regelwidrige Auflösungen, ungünstige Akkord-
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