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lagen oder auch nur schärfere Widersprüche des Akkordes mit län-ger bleibenden oder sonst willkührlich zutretenden Tönen sind inden Bläsern weit gefährlicher, als in den Saiteninstrumenten; dienaturnächsten Bildungen und Führungen (Th. I. S. 239und 530) haben für die Luftnalur der Bläser — im Allgemeinenund abgesehn von allem besondern Inhalt und der aus ihm hervor-tretenden höhern Nothwendigkeit — den Vorzug.
Mit diesen Vorbegrilfen gehn wir nun wieder zur Praktik über.Instrumentkenntniss und Verwendung der erkannten Instrumente zurKomposition, wenn auch nur zu kleinern gleichsam versuchweisenSätzen und leichtern Aufgaben müssen nun miteinander wechseln bisdie ganze Harmoniemusik beisammen ist.
Die Klarinette hat ein aus einem Mundstück (Schnabel mit Blattund Birn), Mittelstücken und einem Schalltrichter (Becher) zusam-mengesetztes, in gerader Richtung fortlaufendes, ziemlich weitesRohr, auf dem mittels Tonlöcher und Klappen eine vollständige chro-matische Tonreihe hervorzubringen ist. Man bedient sich dieses In-struments in mehrern Stimmungen. Wir gehn daher, wie bei denTrompeten und Hörnern, von einer dieser Stimmungen, der in C(die ihre Töne so angiebt, wie notirt wird) als der
ja selbst bis zum viergestrichnen c. Diese äusserste Höhe steht jedochnicht jedem Bläser sicher und wohlklingend zu Gebote; man thutwohl, im Orchestersatze nicht über das dreigestrichne c oder d,höchstens e oder f hinauf zu gehn.
Innerhalb dieses Tongebiets ist die Klarinette fähig, jeden Ton,so lange der Athem des Bläsers reicht, stark oder schwach auszu-halten , aus leisem Anhauche bis zu bedeutender Fülle anschwellenund umgekehrt wieder abnehmen zu lassen, einen Ton schnell undoft zu wiederholen, Arpeggien (besonders grosser Dreiklänge und
Zweiter Abschnitt.Kenntniss der Klarinette und des Fagotts.A. Die Klarinette.
Normal-Klarinette
aus.
Die (Normal-) Klarinette hat einen Umfang von
i chromatisch, bis auch