und sie dann in die den Instrumenten gebührende Weise (nach Cdurmit vorgezeichneten Stimmungen) zu Iransponiren.
Es mag jeder einige solche Versuche machen, um auch hierinGeläufigkeit zu erlangen. Die Hauptsache bleibt aber die Hebung inkurzen einfachen Sätzen, wie die in No. 56 bis 57 gegebnen. DemTongebalt und der Form nach könnten diese Aufgaben gering unduuniitz erscheinen. Gewöhnt sich aber der Hebende,' bei ihrer Auf-fassung sich stets dfen Klang und Karakter der Instrumente gegen-wärtig und lebhaft vorzuhalten, so prägt er sich Beides in künst-lerischer — das heisst schöpferischer Weise ein und hat für künl-tige grössere Aufgaben einen Theil der Organik zu eigen erworben.
Dritter Abschnitt.
Kenntniss der Posaune.
A. Einrichtung des Instruments.
Die Posaune hat man sich zunächst als eine Trompete vorzu-slellen ; Rohr, Schalltrichter, Mundstück haben dieselbe Form , nurgrösser und weiter. Sie hat also auch die Naturtöne der Trompete.
Sodann aber ist an der Posaune eine Vorrichtung getröden, durchdie es ihr möglich wird, eine vollständige chromatische Tonleiterhervorzubringen. Ihr Rohr nämlich ist nicht aus einem einzigen Stück,wie das der Trompete, sondern aus zwei ineinandersteckenden undauseinander zu schiebenden Stücken gebildet, so dass durch das Aus-einandersehieben (Ausziehen) die Länge des Kohrs vergrössert, folg-lich eine neue Reihe von Naturlönen, ein tieferes Tonsystem erlangtwird *). Dieses Ausziehen kann während des Spiels geschchn, diePosaune also ihr Tonsystem ohne Unterbrechung des Spiels fort-während ändern , während dies für die Trompete nur dadurch er-reichbar sein würde, dass man eine Art mit-der andern (F- mit E-,Es-, D -Trompeten u. s. w.) wechseln liesse.
Solcher Auszüge oder Züge kann sich der Posaunist sechsbedienen, — ungerechnet die ursprüngliche geschlossne Haltungdes Instruments, bei welcher die Rohrstücke fest in einander ge-
*) Die beiden Tlieile des Rohes sind 1) das Hauptstück: zwei gleiehlange,einzelne, oben durch einen Quergriff festverbundne Röhren; an deren einer dasMundstück aufgesetzt wird, während die andre in den Schalltrichter ausläuft;2)die Stangen (Stiefel), zwei durch ein Bogenstück verbundue Rohren, dieauT dieRöliren des Hauptstücks passen und auf demselben hin und her geschoben werdenkönnen.