schoben sind, mithin die höchste Tonlage geben. Jeder der sechsZüge erniedrigt die ganze Tonlage des Instruments, also jeden ein-zelnen Ton, um eine halbe Stufe, so dass z. 13.
c durch den ersten Zug zu hdurch den zweiten Zug zu bdurch den dritten Zug zu a
wird u. s. w.
Nur bedient man sich des sechsten Zugs nicht gern, weil durchihn die beiden Rohrstücke am Weitesten auseinander geschoben wer-den und die Haltung an Sicherheit verliert. Diese Schwierigkeit istindess keineswegs unüberwindlich. Wenn ein durch den sechstenZug erlangbarer Ton dem Komponisten wesentlich nolhwendigist, so muss man auf die Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit desSpielers rechnen dürfen; ist der Ton des sechsten Zugs nicht unent-behrlich, so scheint es wohlgerathen, dem Spieler keine unnöthigeSchwierigkeit zu machen.
B. Tongehalt.
Obgleich auf der Posaune vermöge, ihrer grossem Länge undWeite nicht alle Nalurtöne so gut zu haben sind, wie auf derTrompete*), so steht ihr doch durch ihre Züge eine weit vollstän-digere Tonreihe zu Gebot. Um dieser nach Höhe und Tiefe grössereAusdehnung zu gehen , bedient man sich der Posaune in verschiednenGrössen und zwar sind jetzt drei, also drei verschiedneArten der Posaune
üblich**). Diese Arten sind, abgesehn von der Grösse und der da-durch bedingten Lage des Tonsystems, durchaus von gleicher Be-schaffenheit und Behandlung. Wir wollen sie erst kennen lernen,um einen Ueberblick über das gesammle Tongebiet der Posaune zugewinnen, dann aber alle zusammenfassen zur Erkenntniss ihresIiarakters und der für sie geeigneten Setzweise.
Die drei Arten der Posaune werden nach ihrer Tonlage Bass-,Tenor- und Alt-Posaune genannt. Bleibt das Rohr geschlossen(die Stangen so weit wie möglich über die Röhre des Ilauptstiieksgezogen, so ist der Tongehall***), — den wir die Naturtöneder Posaune nennen wollen, für
*) Waren doch auch aufdieser nicht alle, oder doch nicht alle sicher und wohl-klingend zu haben, z. B. das grosse C (Flattergrob) nicht füglich zu erlangen.
”) Hierzu der Anhang I>.
***) Wenn man die nachfolgenden Nolenreihen in die Tonart Cdur, in welcherfür die Trompeten notirt wird , überträgt, su erhält mano S o e g b c,
also die Naturtöne; nur dass von diesen der Urgrundton C (Th. 1. S. 5fi) in derliefe und die löne _e . fehlen. Sie sind auf der Posaune wegen
der grossem Länge und Weite schwerer hervorzubringen, — wie schon auf derTrompete zum Theil der Fall war.