ein iremnlo hervortritt, ein kräftig erbebendes oder schlitterndesWiederholen des Tons, das dem lebendigen und energischen Klangdes Instruments sehr entsprechend und ihm vor andern Blasinstru-menten theils vorzugsweis, theils ausschliesslich eigenthümlich ist.Es kann übrigens dieses Schmettern nur au den vier untern Töneng—c—e—g, — allenfalls noch auf b und c, am besten auf demuntern e und g mit Leichtigkeit und Kraft ausgeübt werden; mitjedem höhern Ton wird es schwerer, in den höchsten Tönen unaus-führbar. Bezeichnet wird es, wie No. 48 zeigt, bald als Tremolo,bald als Triller*).
Dies ist der Tonumfang und Wirkungskreis der Trompete.Aeusserlich betrachtet erscheint er sehr beschränkt, ja höchst lücken-haft. Allein tiefer eingehende Auffassung zeigt zwischen dem Ka-rakter und den Mitteln des Instruments die erwünschteste Ueber-einstimmung. Für den heldenhaft klaren und eindringlichen Klang desInstruments, für diesen Heldenkarakter, der selber nur ein einfacher,nicht ein vielseitiger ist, bedarf es keines Reichthums an Tonwen-dungen und Mitteln; der vorhandne —die Töne des hellsten Akkordes(des grossen Dreiklangs durch mehr als zwei Oktaven) die zweiteharmonische Masse (Th. I. S. 56) die Tonleiter bis zur Dominantekönnen genügen. Diese Töne stehn in allen Abstufungen der Stärke,in schneller Folge und weithin rufendem Aushallen, besonders mitdem metallen durchbrechenden Schmetterton zu Gebote. Selbst dieArmuth der Tonreihe dient dem das Instrument tiefer Erkennendenzum fördernden Winke; sie nöthigt ihn, einem andern künstlerischenMittel um so entscheidendere Kraft zuzuertheilen, — nämlich demRhythmus , der für seine entscheidende Kraft am entscheidungskräf-tigen Instrumente das entsprechende Organ findet.
B. Arten und Stimmungen der Trompete.
Allein bei alledem würde der Tongehalt der Trompete für dieMitwirkung bei ausgedehntem, modulationsreichen oder von Hausaus nicht in Cdur, sondern in andern Tonarten stehenden Kompo-sitionen unzureichend, oft gar nicht anwendbar sein. Man hat da-her Trompeten von verschiedner Grösse (Länge des Rohrs) einge-fiihrt, die den im Vorherigen aufgewiesnen Tongehalt auf andernStufen darstellen, mithin für andre Tonarten oder Akkorde eben soanwendbar sind, als der oben gefundne Tongehalt für die TonartCdur. Ein längeres Rohr giebt ein tieferes, ein kürzeres giebt ein
*) Die letztere Bezeichnung ist eine uneigentliche und könnte insofern einigesBedenken finden, als wirkliche Triller auf dem zweigestrichnen d — c, e—d auchc —b möglich sind. Allein letztere taugen selten etwas, sollten also lieber ganz unge-braucht bleiben und so fällt das Bedenken gegen die Triller- statt Tremolo-Bezeich-