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Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
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Brunos Sachsenkricg. Kap. 128131.

rosi. ge» Angriffe verteidigen, und denen, welche uns Böses zufügen,as Gleiche vergelten kann." Bei diesen Worten rief die gemeinedRitterschaft auf der feindlichen Seite laut, daß unser Vorschlagbillig sei, und ihre Fürsten nichts Billiges weder anböten nochauch annehmen wollten; sie würden in Zukunft minder bereit znmKampfe sein, wie bisher, weil sie eingesehen hätten, daß die ge-rechte Sache bei den Sachsen sei; und diese Tagfahrt bringe unsmehr Nutzen als die drei siegreichen Schlachten, weil sie jetzt sel-ber mit eigenen Ohren gehört hätten, was ihnen früher immerunglaublich gewesen wäre, daß nämlich die Unfern nichts als Ge-rechtigkeit in Demuth forderten, und sich dazu erböten. So schiedman von einander, und bewilligte nur auf eine Woche gegenseitigFrieden.

März. 129. Heinrich also zog mit dem beginnenden Märzmonat »achItalien, um, wie er es schon lange auf deutschem Boden getriebenhatte, auch dort Zwietracht zu säen, auf daß kein Theil seinesReiches in Frieden bliebe, sondern überall das Gift des Bürger-krieges die Ruhe des Friedens störe.

130. Die Fürste» Sachsens aber schickten Gesandte an alleVölker deutscher Zunge, nicht minder an ihre Feinde als an ihreFreunde, und baten sic, mit Ausnahme Heinrichs und seines Soh-nes, irgend einen andern Mann zum Könige zu wählen: ihm,wer es auch sei, gelobten sie treu zu dienen, damit wieder so wiein alten Zeiten, alle Glieder des Reiches unter einem Königezusammen kämen.

Juni. Im Monat Juni aber sammelten sie ein Heer, zogen nachOstfranken, und verheerten dasselbe mit Brand und Plünderung,indem sie Rache nahmen für das viele Böse, welches die Frankenihnen angethan hatten. Denn sie bahnte» sich mit der Brandfackeleine breite Straße, bis sie nicht fern von Babenberg ankamen,wo ihnen die Schwaben, ihre alten Freunde, begegneten. Mitdiesen verhandelte» sie in gemeinsamer Berathung über die gemein-same Angelegenheit der Königswahl, und »ach vielen Verhand-