Print 
Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

Vorwort zum Sachsenkriege.

Seinem hochgeliebten, allezeit innigst verehrten Herrn,Werinher dem ehrwürdigen Bischof der heiligen Merseburger-Kirche, bietet Bruno, einer seiner Diener, wenn auch derkleinsten einer, was treue Hingebung mit Leib und Seelevermag.

Wenn jemand ein Geschenk darbringt, und dazu die köst-lichste Gabe wühlt, welche er in seinem Schatze zu findenvermag, so ist es billig, daß derjenige, welchem dieses Ge-schenk dargebracht wird, es mit besonderem Wohlgefallenempfange. Dieses überlegte ich in meinem Sinne, da ichEuch, hochwürdiger Vater, dem ich stets nach dem Maaßemeiner Kräfte, ja sogar über mein Vermögen zu dienen ver-lange, eine Gabe darzubringen wünschte, um den Eifer meinesGemüthes auch äußerlich durch das Zeugniß irgend einesWerkes an den Tag zu legen. Und da ich nun in meinerSchatzkammer alle Schreine durchforschte, schien mir von allemmeinem Besitz nur die Wissenschaft sowohl Eurer Würde wiemeiner Verehrung nicht unangemessen zu sein. Denn dieseGabe erachte ich für kostbarer als alles übrige, was mcnsch-

i*