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Brunos Sachsenkrieg. Kap. 127—128.
. über uns gebracht, durch vieles Unheil hat er uns über die Maa-ßen ermattet, und doch sind wir jetzt bereit, ihn wieder zum Königanzunehmen, wie er es einst gewesen ist: sehet, wir sind bereit, ihmTreue und Unterwürfigkeit zu schwören, und wenn wir sie geschwo-ren haben, treu und willig zu halten: nur zeigt uns mit wahr-hafter Beweisführung das Eine, daß wir dies thun können ohneunserm Amte zuwider zu handeln, und die Laien ohne Schadenam heiligen Glauben. Dann wollen wir dieses Feld hier nichtVerlassen, ohne alles, was ich gesagt habe, zu erfüllen. Wennihr aber geruhen wollt unsere Meinung anzuhören, so werden wireuch mit wahren und offenbaren und durch das Zeugniß der hei-ligen Schriften befestigten Gründen Nachweisen, daß wir, Geist-liche und Laien, den Herrn Heinrich nicht zum Könige haben kön-nen, ohne unser Seelenheil Preis zu geben. Nun also zeigt ent-weder ihr uns in überzeugender Weise, daß er mit Recht herrschenkönne, und nehmt uns dann zu treuen Genossen unter seiner Herr-schaft an, oder gestattet »ns mit wahrhaftem Beweise zu erhärten,daß er nicht mit Recht herrschen könne, gewähret uns, oder viel-mehr der Wahrheit, in Freundschaft eure Zustimmung, und höretauf uns wie Feinde zu verfolgen. Denn wenn ihr uns entgegnenwollet, daß euch der Eid binde, welchen ihr ihm geschworen babt,so werden wir euch ebenso klar Nachweisen, daß ihr durch keineeidliche Verpflichtung mit Recht genöthigt werden könnt, uns zuverfolgen. Das also ist die Summe unsers Anliegens, daß ihruns entweder den unzweifelhaften Beweis liefert, daß der Herr-Heinrich mit Recht König sein könne, oder uns der Wahrheit ge-mäß Nachweisen lasset, daß er es nicht kann; und daß ihr, wenneines von beiden erwiesen ist, ablasset, uns mit Feuer und Schwertzu verfolgen."
128. Hierauf erwiederten jene, sie seien weder gekommen umdiese Sachen zu verhandeln, noch stehe ihnen hinlängliche Weis-heit zu Gebote, daß sie sich herausnehmen sollten, die Entschei-dung einer so wichtigen Angelegenheit ohne Vorbereitung in die