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Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
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157
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Rede Gebhards den Salzburg.

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aus ihren Sitzen verjagt; die Besitzungen der Kirchen, von denen 1081.die Bischöfe leben und die Armen Gottes unterhalten sollten, hater seinen Anhängern und den Genossen seiner Frevelthaten zu ver-prassen gegeben. Unser Land hat er schon oftmals mit Feuer undSchwert verwüstet; unsere Anverwandte und unsere Vasallen, diekeine Schuld trugen, hat er innerhalb unserer Grenzen ums Lebengebracht, da er doch keinen Grund znm Kriege hatte, den ausge-nommen, daß er die Söhne freier Männer zu Knechten habenwollte. Oft haben wir ihn, oft auch euch einzeln und insgesammtflehentlich gebeten, daß er doch das Schwert einstecken und seineSache mit uns rechtlich ansmachen möchte, und haben bereitwilliguns verpflichtet, in allen Stücken eurer Entscheidung nachzukom-men Was wir mit dem allen ausgerichtet haben, dafür rufenwir euch selbst zu Zeugen auf. Deshalb also, o ihr heiligen Prie-ster Christi, und ihr, erlauchte Fürsten und tapfere Ritter! bittenwir, die hier zugegen sind, mit allen Bewohnern des Sachsenlan-deS, euch demüthig und inständig, daß ihr eingedenk des allmäch-tigen Gottes und eures Amtes bedenket, ihr, daß ihr zu Hirten,nicht zu Verderbern der Seelen berufen seid, ihr andern aber, daßihr das Schwert zur Vertheidigung, nicht zur Vertilgung derUnschuldigen empfangen habt, und daß ihr darum uns, eure Brü-der in Christo, und eure Verwandten dem Fleische nach, fürdernicht mehr mit Feuer und Schwert verfolgen wollet. Alle Be-drängniß die wir bisher von euch erduldet haben, wollen wir nichteuch, sondern allein unfern Sünden anrechnen und eine Züchtigungder göttlichen Barmherzigkeit nennen, wenn wir nur von jetzt abvor euren Angriffe» sicher sein können. Legt das Schwert unddie Brandfackel ans der Hand, und wie es Christen gegen Chri-sten geziemt, führt eure Sache mit Gründen und nicht mit Mordund Todschlag; und das, was wir vor dem Blutvergießen erbetenhaben, das gewähret uns wenigstens jetzt, nachdem ihr euch inunserm Blute gesättigt habt.

Viel Drangsal hat Heinrich, euer Herr, mit grausamem Sinne