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Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
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156
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Brunos Sachsenkrieg. Klip. 127.

io8i. 127.Die ehrwürdige» Bischöfe und die übrige» Fürsten Sach-' sens, welche ihr hier anwesend sehet, habe» mich des Auftragesgewürdiget, ihrer aller Meinung durch die Vermittlung meinerRede euch darzulegen Darum will ich euch alle, ihr heilige Prie-ster und übrige hohe Fürsten, gebeten haben, dafi ihr mich gedul-dig anzuhören geruhet, und zu der gemeinen Sache, welche ichhier führen soll, einen ruhigen Sinn herzu bringet, damit ihr dieWahrheit zu erkennen und zu prüfe» vermöget; denn wen» ihrnur wollt, so ist es ebenso sehr für euch wie für uns von Wich-tigkeit, das zu erkennen, was ich zu sagen habe. Wir stützen unszuversichtlich auf euer eigenes Zeugniß, weil wir hoffen, daß ihr,wie sehr ihr euch auch von unserer Gemeinschaft geschieden habt,doch von der Liebe zur Wahrheit euch nicht scheiden wollet: durcheuer eigenes Zeugniß, sage ich, wollen wir beweisen, welches Un-recht und welche Schmach wir erduldet haben, während wir mitganzer Seele, mit unserm ganzen Willen, so wie es sich gebührte,dem Dienste des Königes unterthänig waren. Ihr selber wißt,wie oft wir euch einzeln und gemeinsam um eure Hülfe ersuchthaben, damit er uns für unfern willigen Dienst durch eure Für-bitte nur das Eine zum Lohne gewährte, daß er uns die Bürdedes vielfachen Ungemachs erleichterte, welches uns unerträglichschwer bedrückte. Daß wir hierum häufig gebeten haben, wißt ihrhinlänglich, und was uns unsere Bitten geholfen haben, das wißtihr eben so gut. Wir machen euch daraus keinen Vorwurf, weilwir wissen, daß ihr häufig unsertwegen euch bemüht habt, wennes uns auch wenig Nutzen brachte. Welche Belohnung er unsaber zuletzt für unsere Ergebenheit gewährt habe, wozu braucheich das zu sagen, da es ja offen vor aller Augen liegt, daß eruns zuletzt den größten Lohn gezahlt hat, welchen er mir irgendhatte. Denn die Bischöfe, welche nicht nur keines Vergehens über-führt, sondern auch nicht einmal dem Gesetze gemäß angeklagtwaren, hat er entweder wie Räuber im Bande gelegt, oder, wenner sie nicht fangen konnte, ohne alle ihre Habe nackt und bloß